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| 16:25 Uhr

Neujahrsempfang in Schönewalde
Von wegen aussterbende Region

Die Damen von der Trachtengruppe „Ländchen“ aus Brandis gehören zum Schönewalder Neujahrsempfang wie die Rede des Bürgermeisters. Christine Haufe, Christa Globig, Rita Kuring und Heidrun Reich (v.l.) haben auch wieder leckeren Klemmkuchen an die Gäste verteilt.
Die Damen von der Trachtengruppe „Ländchen“ aus Brandis gehören zum Schönewalder Neujahrsempfang wie die Rede des Bürgermeisters. Christine Haufe, Christa Globig, Rita Kuring und Heidrun Reich (v.l.) haben auch wieder leckeren Klemmkuchen an die Gäste verteilt. FOTO: Rudow / LR
Schönewalde. Schönewaldes Bürgermeister Michael Stawski redet auf dem Neujahrsempfang über Erfolge, Vorhaben und die Kinder. Von Birgit Rudow

Auf eines können sich die Gäste des Schönewalder Neujahrsempfangs verlassen: Das „Ritual“ ist in jedem Jahr ähnlich. Gut eine Stunde dauert der offizielle Teil mit Reden, Musik und Auszeichnungen. Dann beginnt der gemütliche Part bei lockeren Gesprächen, rustikalem Schnittchenbuffet, Klemmkuchen, Sekt, Bier oder einfach Saft und Wasser. Das Ende ist offen. Am Mittwoch sollen die letzten Gäste die Aula der Grundschule gegen 22.30 Uhr verlassen haben. Ein Zeichen dafür, dass es viel zu bereden gab.

Angefangen hat damit viereinhalb Stunden zuvor Bürgermeister Michael Stawski. Wie es sich für einen Neujahrsempfang gebührt, ließ er das vergangene Jahr Revue passieren. Obenan standen 2017 die Kinder der Stadt und ihrer Ortsteile. Drei Kinderspielplätze in den Ortsteilen Dubro, Grassau und Stolzenhain wurden 2017 errichtet. 65 500 Euro, zumeist Spenden und Lotto-Gelder, wurden dafür eingesetzt. Auch in Knippelsdorf gab es neue Spielgeräte. Für den Neubau der Kita in Dubro ist 2017 der Fördermittelbescheid über eine halbe Million Euro bei der Stadt eingegangen. Hier kann es in diesem Jahr losgehen. 270 000 Euro werden in Umbaumaßnahmen in der Kita „Regenbogen“ in Schönewalde gesteckt und in der Krippe Ahlsdorf soll 2018 der zweite Bauabschnitt abgeschlossen werden. Dann wurden hier 620 000 Euro verbaut. „Wir bauen auf unsere Zukunft und investieren in unsere Kinder“, sagte der Bürgermeister und fragte sich, warum immer noch suggeriert werde, dass der ländliche Raum eine aussterbende Region sei. Dem widerspriche auch das kulturelle und sportliche Angebot im Stadtgebiet mit neu dem gegründeten Kulturverein, dem Heimatfest zu Pfingsten mit „Karat“, verschiedenen Konzerten und erfolgreichen Sportlern.

Michael Stawski verwies schon einmal auf anstehende Ereignisse wie die internationale Jagdhornbläsermeisterschaft in Ahlsdorf im August und auf das Vereinsjubiläum des TSV 1888 Schönewalde im Juni.

Schönewalde hat 2017 die Ausrüstung der Straßenbeleuchtung mit LED-Leuchten in acht Ortsteilen fortgesetzt, weitere Waldbrandschutzwege ausgebaut und in die Feuerwehren sowie in den Park Ahlsdorf investiert. Auch für das neue Jahr ist die Wunschliste lang. So sind bereits Fördermittelanträge gestellt für die Sanierung des Gebäudes der Kita Knippelsdorf und für bestandserhaltende Arbeiten an der Paltrockmühle.

Besonders eng ist in Schönewalde die Partnerschaft zum Bundeswehrstandort. Ihr widmete der Bürgermeister ein Extra-Kapitel in seiner Rede. Und traditionell hat auch der  Standortälteste Oberst Mario Herzer ein paar Worte an die Gäste  gerichtet. Er hat sie zum Tag der Bundeswehr am 9. Juni eingeladen. 19 Jahre ist es her, dass der Standort zum letzten Mal seine Türen für die Öffentlichkeit geöffnet hatte. 30 000 Besucher waren damals gekommen. „Ich verspreche Ihnen, dass wir das in diesem Jahr toppen werden“, so Mario Herzer.

Eine gute Nachricht hatte auch der Beigeordnete des Landrates Peter Hans im Gepäck. In Schönewalde soll in diesem Jahr der Bau einer Rettungswache beginnen. „Die halbe Million Euro dafür sind gut investiertes Geld“, meinte er.

Die Auszeichnung für verdienstvolle Bürger, die seit 14 Jahren auf dem Empfang vergeben wird, erhielten in diesem Jahr Rüdiger Noffke aus Schönewalde und Jana Kurzrock aus Brandis. Rüdiger Noffke ist Drehleitermaschinist bei der Feuerwehr und seit vielen Jahren immer einsatzbereit. Jana Kurzrock engagiert sich als Ortschronistin in Brandis, betreut den Chor und die Wiepersdorfer Sangesfreunde. Ihnen gilt stellvertretend für viele Ehrenamtliche der Dank der Stadtverwaltung und der gesamten Bürgerschaft.

Jana Kurzrock und Rüdiger Noffke wurden in diesem Jahr für ihr ehrenamtliches Engagement geehrt.
Jana Kurzrock und Rüdiger Noffke wurden in diesem Jahr für ihr ehrenamtliches Engagement geehrt. FOTO: Rudow / LR
Beim Städtebund gibt es immer etwas zu bereden: Schönewaldes Bürgermeister Michael Stawski (l.) und sein Jessener Amtskollege Michael Jahn.
Beim Städtebund gibt es immer etwas zu bereden: Schönewaldes Bürgermeister Michael Stawski (l.) und sein Jessener Amtskollege Michael Jahn. FOTO: Rudow / LR