(ru) Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (CDU) hat auf dem jüngsten Kreistag Informationen zum Jahresabschluss 2018 und zur Planabrechnung per 30. Juni 2019 der kreislichen Eigenbetriebe und Eigengesellschaften sowie der Beteiligungsgesellschaften vorgelegt. Bei allen Betrieben und Gesellschaften ist die Jahresprüfung für 2018 ohne Einwendungen bestätigt worden. Hier die wichtigsten Eckpunkte für das erste Halbjahr 2019.

Per 30. Juni 2019 wurde für den Eigenbetrieb Kreisstraßenmeisterei von Seiten der Kreisverwaltung eingeschätzt, dass durch einen hohen Krankenstand die Umsatzerlöse erst zu 47 Prozent erfüllt werden konnten. Zum Halbjahr wird ein Fehlbetrag von 78 000 Euro ausgewiesen. Für 2019 insgesamt werden minus 94 000 Euro erwartet. Durch Salzeinkäufe wurde der Planansatz für den Materialaufwand überschritten.

Im Eigenbetrieb Rettungsdienst des Landkreises sind laut Kreisverwaltung per 30. Juni in allen Bereichen Mehreinsätze gegenüber dem Planansatz zu verzeichnen. Aus der Gebührenausgleichsrückstellung wurden planmäßig 694 000 Euro entnommen, gleichzeitig aber 829 000 Euro aus den Mehrerlösen wieder zugeführt. Somit ergibt sich ein Überschuss in Höhe von 33 000 Euro. Informiert wurde darüber, dass beim Rettungsdienst per 30. Juni drei Stellen beim fahrenden Personal nicht besetzt waren.

Die Elbe-Elster Klinikum GmbH weist zum Stichtag einen Überschuss von 123 000 Euro aus. Die Auslastung liegt bei 78 Prozent. Zum Jahresende wird ein ausgeglichenes Ergebnis erwartet. Laut Stellenübersicht fehlen im Klinikum lediglich zwei Vollzeitkräfte beim medizinisch-technischen Dienst und drei Vollzeitkräfte in der Verwaltung. In diesem Jahr sind Investitionen in Höhe von 13,7 Millionen Euro geplant. Bis zum 30. Juni wurden 2,3  Millionen Euro unter anderem für Baumaßnahmen realisiert.

Die Elbe-Elster Klinikservice GmbH weist per 30. Juni einen Überschuss von 84 000 Euro aus. Zum Jahresende wird ein Überschuss von 67 000 Euro erwartet. Auch die Elbe-Elster MVZ GmbH mit 68 Vollzeitkräften in 23 Praxen vermeldet für das erste Halbjahr einen Überschuss von 163 000 Euro. Zum Jahresende wird mit 247 000 Euro gerechnet.

Die Auslastung der drei Pflegeeinrichtungen der Seniorenzentrum „Albert Schweitzer“ gGmbH zum 30. Juni wird als gut eingeschätzt. Sie lag in der vollstationären Pflege bei 93 bis 96 Prozent und bei der teilstationären Pflege zwischen 61 und 85 Prozent. Zum Stichtag waren 283 Vollzeitkräfte bzw. 368 Mitarbeiter beschäftigt. Es wurde ein Überschuss von 415 000 Euro erzielt, der voraussichtlich zum Jahresende 321 000 Euro betragen wird.

Die VerkehrsManagement Elbe-Elster GmbH weist per 30. Juni einen Überschuss von 58 000 Euro auf. Bei der Nahverkehrsgesellschaft sind es 203 000 Euro.

Bei der Regionalen Wirtschaftsförderungsgesellschaft GmbH Elbe-Elster sind im ersten Halbjahr Erträge aus der Projektfinanzierung für das Projekt „Lotse“ und minimal für das Projekt „Landaufschwung“ eingegangen. Da fixe Kosten anfallen, beträgt der Fehlbetrag 9 000 Euro. Laut Wirtschaftsplan 2019 wird zum Jahresende ein Fehlbetrag von 20 000 Euro erwartet.