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| 02:40 Uhr

Von Grobianen und beliebten Pfarrern

Arnsnestas Ortschronist Gert Walter, Ulf Lehmann und Ortsvorsteherin Regina Köhler beim Vortrag am Freitagabend.
Arnsnestas Ortschronist Gert Walter, Ulf Lehmann und Ortsvorsteherin Regina Köhler beim Vortrag am Freitagabend. FOTO: Dieter Müller
Arnsnesta. Der kleine Ort Arnsnesta ist nun wahrlich kein bedeutender Schauplatz von Luthers Reformation, die vor 500 Jahren begann. Dennoch bietet der Herzberger Heimatforscher Ulf Lehmann Vorträge in Städten und Gemeinden zur Ortsgeschichte und zur Reformation in der Region an. Birgit Rudow

Und daran scheint Interesse zu bestehen.

Etwa 25 Zuhörer waren am Freitagabend in das Gemeindehaus nach Arnsnesta gekommen. "Über diese Resonanz habe ich mich gefreut", sagt Ulf Lehmann. Für die meisten Orte gibt es die so genannten Kirchenvisitationsprotokolle, die Auskunft darüber geben, wie zufrieden damals die Pfarrer mit ihren Gemeinden und auch umgekehrt waren. Großartige Konflikte gibt es aus dem Arnsnestaer Pfarrhaus nicht zu berichten, die eine oder andere Anekdote aber schon. So erzählte Lehmann von einem Grobian, dem nicht gefallen hatte, dass der Pfarrer seine Tochter auf den Namen Margarethe getauft hatte. Auf dem Heimweg taufte der Mann das Kind in einer Pfütze einfach um und nannte es von da an Anna.

Ulf Lehmann setzt seine kleine Vortragsreihe am 24. Februar im "Goldenen Hahn" in Finsterwalde fort. In den Pausen eines Vier-Gänge-Menüs widmet er sich dem Thema Reformation im Elbe-Elster-Kreis. Auch in anderen Orten, vorrangig im Bereich Herzberg, sind Vortragsabende vorgesehen.