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15 Jahre Kreisarchiv Elbe-Elster
Vom Dachboden ins Archiv

Jane Becker und Kerstin Großpietsch (r.) scannen das Geburtstregister Gröden aus dem Jahr 1902.
Jane Becker und Kerstin Großpietsch (r.) scannen das Geburtstregister Gröden aus dem Jahr 1902. FOTO: Rudow / LR
Herzberg. Sammelgut von Privaten ist gefragt. Die Digitalisierung hält zunehmend Einzug.

Das Kreisarchiv bewahrt nicht nur Unterlagen der kommunalen Verwaltungen auf, sondern auch Schriftmaterial Dritter –  das so genannte Sammlungsgut. „Die Unterlagen sind bei uns gut aufgehoben. Mit den Eigentümern werden Depositalverträge geschlossen“, sagt Kerstin Großpietsch. Sie können jederzeit auf ihr Eigentum zugreifen. Aber auch das Archiv kann es für seine Arbeit nutzen. „So werden auch Spezialsammlungen dem Archiv übergeben, wie zum Beispiel die von Herrn Galle aus Elsterwerda, der noch zu Lebzeiten die Unterlagen in gute Hände geben wollte“, sagt die Archivarin. Das könnte nach Meinung der Fachleute noch viel mehr Schule machen. Alte Bücher, alte Urkunden oder alte Karten – so mancher findet auf Dachböden noch wahre Schätze. „Die können zu uns ins Kreisarchiv gebracht werden. Besser bei uns abgeben, als wegwerfen. Sonst geht so manche historische Hinterlassenschaft verloren“, sagt Kerstin Großpietsch.

Zunehmend hält auch die Digitalisierung in die Archive Einzug. Im Kreisarchiv Herzberg wird das Archiv­gut nach und nach in das spezielle Programm Augias eingepflegt. Doch das nimmt viel Zeit in Anspruch und ist eine zusätzliche Aufgabe für die Mitarbeiterinnen. Die neueste technische Errungenschaft im Kreisarchiv ist ein Buchscanner, mit dem Personenstandsdaten digitalisiert werden können. Der Scanner kostet etwa so viel wie ein Kleinwagen. Er soll auch von anderen Abteilungen der Kreisverwaltung genutzt werden, wie zum Beispiel vom Katasteramt.

(ru)