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Volleyballplatz fertig, jetzt geht es im Garten weiter

Die Langennaundorfer Jugend hatte sich für Eröffnungsspiel Verstärkung aus dem Nachbardorf Drasdo geholt. Gemeinsam wurde um den Sieg gekämpft.
Die Langennaundorfer Jugend hatte sich für Eröffnungsspiel Verstärkung aus dem Nachbardorf Drasdo geholt. Gemeinsam wurde um den Sieg gekämpft. FOTO: sk
Langennaundorf/Uebigau. Mit einem symbolischen Akt sind die Langennaundorfer am vergangenen Wochenende in ihr Dorffest eingestiegen: Sie haben den neuen Volleyballplatz im "Gänsebusch" eingeweiht. Der war in den Monaten zuvor unter Regie der Uebigauer "Glückskinder" und mit der Hilfe vieler Langennaundorfer und anderer Partner entstanden. Sylvia Kunze

Dort, wo jetzt grüner Rasen sprießt und das Volleyballfeld markiert ist, standen einst dicke Eichen und allerlei Strauchwerk. Ein Sturm 2011 hatte die dicken Bäume jedoch aus dem Erdreich gerissen. Kurz darauf war die Idee entstanden, nach dem Beräumen der Sturmschäden an dieser Stelle einen Volleyballplatz entstehen zu lassen. Bei seiner Übergabe sagte Bürgermeister Andreas Claus, dass er froh sei, dass es in gebe. Er brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass er zu einem Platz wird, wo man sich trifft. Aber auch das: "Die Wiese darf keine Unkrautwüste werden. Sie muss regelmäßig gepflegt und genutzt werden."

Auch dafür haben Ortsvorsteherin Angela Weidner und Dirk Schüler vom "Glückskinder"-Vorstand schon eine Idee. Mal abgesehen vom regelmäßigen Bespielen des Feldes und Rasenmähen braucht es unbedingt Wasser. Ein Brunnen soll gebohrt werden. Die Verantwortlichen sind schon in der Spur. "Den Platz herzurichten, war Arbeit ohne Ende — sehr viel mehr, als wir uns anfangs gedacht hatten. Er soll möglichst lange so schön aussehen", begründet Dirk Schüler. Er ist nach dem Tod des Vereinsvorsitzenden Silvio Burkert bis zur nächsten Vorstandswahl als Vorsitzender nachgerückt.

Dirk Schüler, Angela Weidner und Andreas Claus sind sich einig, dass die Einweihung zum Dorffest die eine Sache war. Die andere, nämlich die Einladung zu einer Dankeschönveranstaltung für alle Helfer in Form eines gemütlichen Beisammenseins, gern auch mit einem oder mehreren Spielen nebenbei, soll im Spätsommer folgen.

Bis dahin hoffen die "Glückskinder", dass auch ihr diesjähriges Großprojekt schon deutliche Formen angenommen hat: das Herrichten eines Gartens in der Kleingartenanlage hinter der Schule. Dort haben schon einige Arbeitseinsätze stattgefunden. Es sollen eine Blockhütte und eine Outdoor-Küche entstehen. "Die Fundamente für die Hütte sind vorbereitet", berichtet Schüler. Jetzt geht es an das Pflastern der Fläche. Dann, denkt er, werden auch schon bald die Einzelteile für Hütte und Küche geliefert. "Bis zum Ende des Sommers wollen wir alles fertig haben", benennt er ein ehrgeiziges Ziel.

Mit im Boot bei dem Projekt sind auch der Lenka-Verein, die Kita "Eichhörnchen", die Stadt und wieder viele Helfer und Partner. Ob nun zum Beispiel die Firma Predl, die ein Hochbeet gesponsert hat, oder die Gärtnereien Freund und Golda, die mit Pflanzen, Bäumen und anderem "Gartenzubehör" aushelfen - "ohne derartige Hilfe wäre es unendlich mühsamer, zum Erfolg zu kommen", weiß der "Glückskinder"-Vorsitzende.

Sein Verein hatte übrigens am Wochenende auch noch zum 4. Familienzelten in der Gartenanlage eingeladen, an dem sich 20 Kinder und 15 Erwachsene beteiligten. "Es war wieder eine rundum gelungene Sache", bilanziert Schüler. Das ausgefallene Muttertagsdinner soll am 5. November nachgeholt werden.