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Wetterrückblick
Viele Wolken, wenig Sonne, aber dafür reichlich Regen

Ein Perlpilz, der auch eine gewisse Schönheit ausstrahlt. 
Ein Perlpilz, der auch eine gewisse Schönheit ausstrahlt.  FOTO: Dieter Lehmann
Elbe-Elster . Naturschützer Dieter Lehmann zieht in seinem Wetterrückblick eine November-Bilanz – mit erstaunlichen Pilzfunden. Von Dieter Lehmann

Dieser Monat war so, wie man sich einen November vorstellt. Immer wieder zogen Tiefdruckgebiete und ihre Ausläufer von Westen her über uns hinweg. Bei oft sehr windigem Wetter wurden ziehende Wolken fast zur Alltäglichkeit. Aber diese brachten uns auch den im Jahresverlauf oft vermissten Regen. In Brandenburg fielen etwa 60 Liter pro Quadratmeter. Das waren 15 Liter mehr als die durchschnittliche Regenmenge im November. An meiner kleinen Wetterstation konnte ich sogar eine Regenmenge von insgesamt 71 Liter addieren.

Weil der November mit seiner Durchschnittstemperatur von 5,8 Grad Celsius in unserem Bundesland wieder einmal um 1,4 Grad zu warm war, brachte er für mich ein besonderes Erfolgserlebnis: Ich fand Pilze, jede Menge sogar! Allerdings nur eine bestimmte Pilzart, die wohl nicht jeder Pilzsucher einsammelt. An einer bestimmten Stelle in Strandnähe des Kiebitzer Sees sprossen Perlpilze in großer Zahl aus dem moosigen Boden. Dazwischen wuchsen auch einige Butterpilze. Perlpilze wachsen eigentlich nur bis in den Oktober hinein. Ich jedoch konnte die letzten am 29. November „ernten“. Doch Vorsicht ist geboten: Es besteht Verwechslungsgefahr mit dem hochgiftigen Pantherpilz! Deshalb nur solche Pilze sammeln und essen, die man genau kennt.

Was gibt es sonst noch vom Wettergeschehen zu berichten? Natürlich brachte der November gelegentlich auch andere Wetterverhältnisse. Mehrmals konnte von Nordwesten her kältere Meeresluft einfließen, wobei die Nachttemperaturen in unserer Region bis nahe dem Gefrierpunkt absanken. Dabei gab es die ersten leichten Bodenfröste. Dies geschah am 14., 18. und 23 November. An diesen Tagen zogen mehr oder weniger dichte Morgennebel über die tiefer liegenden Gebiete – also ganz typisch für einen Novembermonat.

Bleibt zu hoffen, dass der weihnachtliche Monat Dezember uns endlich wieder einmal auch schnee-winterliche Tage bringt.