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Viele Hände helfen beim Einpacken

Kisten hingestellt und beim Einpacken helfen, da lassen sich die Mädchen und Jungen nicht lange bitten. Was für sie Spaß ist, wird für die Erzieherinnen noch anständig viel Arbeit. Jeder, der schon einmal umgezogen ist, weiß, wie viel sich ansammelt und zu verstauen ist. Deshalb wird schon jetzt nach und nach gepackt.
Kisten hingestellt und beim Einpacken helfen, da lassen sich die Mädchen und Jungen nicht lange bitten. Was für sie Spaß ist, wird für die Erzieherinnen noch anständig viel Arbeit. Jeder, der schon einmal umgezogen ist, weiß, wie viel sich ansammelt und zu verstauen ist. Deshalb wird schon jetzt nach und nach gepackt. FOTO: Kunze
Falkenberg. Die Falkenberger Kita "Sonnenblume" wird demnächst umfangreich saniert. Vor Ort bereitet man sich deshalb schon mal auf den damit verbundenen Umzug vor. Sylvia Kunze

Das Datum steht: Am 23. und 24. Juni zieht die Falkenberger ASB-Kita "Sonnenblume" von der Karl-Marx-Straße in die Innenstadt um. Dort findet sie im nicht mehr genutzten Backsteinbau, der einst einen Teil der Oberschule beherbergte, einen vorübergehenden neuen Platz. Genau so lange, wie für die umfassenden Sanierungsarbeiten des Hauses in der Karl-Marx-Straße Baufreiheit nötig ist.

Denn: "Wenn wir einmal im Gebäude tätig sind, dann gleich richtig", begründet die Falkenberger Bauamtsleiterin Gundula Manigk. Ab 26. Juni, so die jetzigen Planungen, sind viele Gewerke gefragt. Die Stadtverordneten haben in ihrer Sondersitzung am Montagabend einige Aufträge vergeben. Für das Bauhauptgewerbe ebenso wie für die Trockenbauer, Fliesenleger, Tischler, Fußbodenleger, Maler, Elektriker sowie Heizungs- und Sanitärbauer. Das Haus in der Karl-Marx-Straße wird fast komplett auf den Kopf gestellt. Unangetastet bleiben lediglich Dach, Fenster, Türen und Fassade.

"Die Aufträge gehen in diesen Tagen raus, damit sich die Firmen einrichten können. Und dann hoffe ich, dass zügig gebaut werden kann", sagt Gundula Manigk. Der Zeitplan ist wie oft bei solchen Vorhaben straff gehalten. Vor allem auch deshalb, weil die zur Verfügung stehenden Mittel, die über das Kommunalinvestitionsfördergesetz als Fördermittel für dieses Vorhaben ausgereicht werden (316 200 Euro), noch in diesem Jahr abgerechnet werden müssen.

Die Gesamtsumme ist deutlich höher. Sie bewegt sich jetzt bei einem Gesamtauftragsvolumen von 454 423,55 Euro, hat die Bauamtschefin den Abgeordneten vorgerechnet. Die erste Hochrechnung und damit auch der Ansatz im 2017er Stadthaushalt lag bei 401 400 Euro. Bei der weiteren Planung der Maßnahme habe sich herausgestellt, dass umfangreichere Maßnahmen, als zuerst angedacht, ausgeschrieben werden müssten. Gerade in den Bereichen Sanitär, Grundleitungen, Innenausbau (insbesondere Fußböden) und Schallschutz, begründet Gundula Manigk den Großteil der 53 023,55 Euro überplanmäßigen Ausgaben für das Vorhaben, denen die Abgeordneten zugestimmt haben.

Ein Teil sei aber auch aufgrund der Ausschreibungsergebnisse nachzulegen. "Wir sind schon froh, überhaupt für jedes Gewerk einen Bieter gefunden zu haben", beschreibt sie die seit Monaten angespannte Situation auf dem Markt, die private Bauherren zuweilen ebenso wie die öffentliche Hand dazu zwingt, tiefer in die Tasche zu greifen, als anfangs kalkuliert.

Das straffe Zeitkorsett und die vielen Gewerke legen nur einen Schluss nahe: "Es wird anstrengend, und wenn wir fertig sind, machen wir bestimmt drei Kreuze", weiß die Falkenberger Bauamtschefin schon jetzt.

Zum Thema:
Die anstehenden Bauarbeiten in der Kita "Sonnenblume" sind erst der Anfang umfangreicher Vorhaben, die Kindern in der Stadt Falkenberg zugutekommen und die Betreuungssituation vor Ort verbessern sollen. Gleich im Anschluss stehen Sanierungen in der Kita "Schmetterling" (ebenfalls Falkenberg) an. Auch für die Kita "Villa Kunterbunt" (Großrössen) sind Planungen gestartet.