Fritz Laube, langjähriger Leiter des Falkenberger Jugendblasorchesters, hat am Wochenende den Kampf gegen die Krankheit, die ihn schon seit drei Jahren im Griff hatte, verloren. Der 80-Jährige starb am Samstag in seinem Haus in Falkenberg.

Zur Beerdigung am Freitag werden viele Menschen dem Mann die letzte Ehre erweisen wollen. Wie zu hören ist, werden darunter nicht wenige Musikerkollegen sein. „Fritz Laube hinterlässt viele Spuren. Er hat Menschen über Generationen geprägt und ihnen Wege in die Musik aufgezeigt“, sagt Gunter Gesper, der im Falkenberger Jugendblasorchester über viele Jahre mit dem Verstorbenen eng zusammengearbeitet hat.

Das Jugendblasorchester Falkenberg und Fritz Laube sind untrennbar miteinander verbunden. Als 26-Jähriger hatte er die Leitung des Orchesters übernommen und mehr als 40 Jahre den Taktstock nicht aus der Hand gelegt. In dieser Zeit formte Laube einen Klangkörper, der überall große Anerkennung genoss. Mehr als 400 Kinder und Jugendliche erlernten unter seiner Leitung ein Instrument. „Ungezählte Stunden verwendete Fritz Laube aber auch für Instrumentenreparaturen, persönliche Gespräche, Nachwuchswerbung, Terminabsprachen, Fördermittelanträge, Übungslager und mehr“, listete Gesper die „extrem fleißige Arbeit“, schon vor ein paar Jahren auf, als Laube vom Landesmusikerverband Brandenburg mit der „Dirigentennadel in Gold mit Diamanten“ - die höchste Ehre, die einem Musiker im Land Brandenburg zuteil werden kann - ausgezeichnet wurde.

„Seine Musikalität und seinen Ehrgeiz habe ich sehr bewundert“, äußert sich Bernd Klöhn, seit mehreren Jahren musikalischer Leiter des Jugendblasorchesters und damit Laubes Nachfolger. „Ich bin stolz, dass ich das Orchester, das es ohne seine ausdauernde Arbeit nicht mehr gegeben hätte, übernehmen durfte.“ Letztmalig getroffen habe man sich beim zurückliegenden Weihnachtskonzert, „nach dem sich Fritz Laube mit einem ,ihr habt euch noch einmal gesteigert’ lobend geäußert hat“. Diese Anerkennung aus berufenem Munde ist sowohl Gesper als auch Klöhn gut in Erinnerung geblieben.