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| 14:29 Uhr

Beeindruckende Bilanz
Viele Bauprojekte im Schliebener Land

Amt Schlieben. Im Jahr 2018 ist im Amt Schlieben in allen Orten investiert worden. Ob großes oder kleines Projekt, unterm Strich kann sich die Bausumme sehen lassen: 1,4 Millionen Euro kommen zusammen. Von Sylvia Kunze

Wenn am kommenden Dienstag Amtsdirektor Andreas Polz und Amtsausschussvorsitzender Reinhard Claus Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zum Neujahrsempfang des Amtes Schlieben einladen, dann ist jetzt schon eins sicher: Sie können für das zurückliegende Jahr wieder eine beeindruckende Bilanz vorstellen. Allein das Baugeschehen kann sich trotz nach wie vor angespannter Haushalte in der Stadt Schlieben und in den Gemeinden Hohenbucko, Lebusa, Kremitzaue und Fichtwald sehen lassen. Als Bauamtsleiter Harald Kutscher in Vorbereitung des Neujahrsempfangs schon einmal alle im Vorjahr abgeschlossenen Baumaßnahmen aufgelistet und deren Bausummen zusammengerechnet hat, kam er immerhin auf 1,4 Millionen Euro, die in kommunale Gebäude und Infrastruktur geflossen sind. Und so sieht das im Überblick aus:

Gemeinde Fichtwald: Der Teilersatzneubau Feuerwehrgerätehaus mit Dorfgemeinschaftsraum in Stechau ist das Großprojekt der Gemeinde (189 950 Euro veranschlagte Baukosten). Zwar ist es noch nicht ganz fertiggestellt, aber der Großteil ist geschafft. Die Bauverantwortlichen rechnen damit, dass die Fertigstellung voraussichtlich bis Ende Februar angezeigt werden kann. Außerdem wurden in der Kita in Naundorf ein Gruppenraum gestaltet (12 300 Euro) und der Gemeinderaum in Naundorf saniert (9 000 Euro).

Gemeinde Hohenbucko: Für den Komplex Kita und Schule hat es ein neues Spielgerät gegeben (24 100 Euro). Außerdem wurde Elektrik erneuert (3 050 Euro).

Gemeinde Lebusa: Mehrere kleinere Vorhaben sind in die Tat umgesetzt worden. Dazu gehören Sanierungsarbeiten in der Kita in Lebusa (5 535 Euro), die Giebelsanierung in der Mühlenscheune in Lebusa (12 830 Euro), die Erneuerung des Daches der Karthalle in Freileben (34 480 Euro), das Erneuern des Spielplatzes in Freileben (9 700 Euro), die Reparatur der Wartehalle in Striesa inklusive der Pflasterarbeiten (1 347 Euro) sowie Reparaturarbeiten in der Lindenstraße in Körba (15 000 Euro).

Gemeinde Kremitzaue: Mit deutlicher Verspätung ist die Brücke bei Malitschkendorf fertiggestellt worden (402 080 Euro). Sie war noch ein „Überhang“ aus dem Jahr 2017. Als 2018er-Maßnahmen kommen noch die Beseitigung eines Sturmschadens an der Friedhofshalle in Malitschkendorf (bisher 58 485 Euro) sowie der Wegebau zwischen Malitschkendorf und Jagsal (8 700 Euro) hinzu.

Stadt Schlieben: Zahlreiche Investitionen und Reparaturen listet der Bauamtsleiter auch für die Stadt Schlieben auf. Dazu gehören in der Schule die Erneuerung der Außentür (4 600 Euro), das Herrichten einer Akustikdecke in Haus II (7 670 Euro) und der Bau eines Ballfangzauns (2 400 Euro). Auf der Naturbühne Spring und an der Freilichtbühne auf dem Langen Berg ist die Elektroversorgung erneuert worden (6 000 Euro). Am Rathaus musste ein Torpfeiler repariert werden (2 700 Euro). Die Ortsverbindungsstraße Werchau – Krassig wurde repariert (22 200 Euro). Der Gehweg in der Krassiger Straße steht auf der Liste (38 250 Euro), außerdem eine Fugen- und Risssanierung der Straßen in Schlieben/Berga (3 300 Euro) und der neue Spielplatz in Wehrhain (33 200 Euro), der noch kurz vor dem Weihnachtsfest zur Nutzung übergeben werden konnte.

Amt Schlieben: Hinzu kommen all jene Maßnahmen, die über den Amtshaushalt finanziert wurden. Dazu gehören neben zahlreichen kleineren Investitionen in den Kitas und im Hort wie zum Beispiel Verdunkelung anbringen, Beleuchtung erneuern, Malerarbeiten, Bodenbeläge erneuern und Tischlerarbeiten (insgesamt rund 18 000 Euro) auch die Sanierung der Eingangstür im Amtsgebäude (6 000 Euro), die Erneuerung der Einfriedungen der Friedhöfe in Frankenhain, Freileben und in der Stadt Schlieben sowie im Freizeitzentrum in Oelsig (15 000 Euro). Größter „Batzen“ sind die Waldbrandschutzwege. Knapp eine halbe Million Euro (zu hundert Prozent bezuschusst) sind in deren Bau geflossen. Wohlgemerkt nur im Jahr 2017. Das Schliebener Land profitiert schon eine längere Zeit von dem großzügigen Förderprogramm des Landes. Und um die Auflistung komplett zu machen, seien auch die 15 366 Euro für die beiden E-Ladestationen in Schlieben und Körba nicht vergessen, die demnächst eingeweiht werden sollen, wie Harald Kutscher angekündigt hat.

Ein Ausblick: Abgesehen von den Projekten, die im Rahmen der Haushaltsdiskussion im Amt, in der Stadt Schlieben und in den Gemeinden für 2019 noch zu benennen sind, werfen zwei Großvorhaben ihre Schatten voraus. Dazu gehört die energetische Sanierung der Schule und der Turnhalle in Hohenbucko. Die Fördermittel (100-prozentige Förderung) dafür stehen seit dem Vorjahr bereit und sollen jetzt abgerufen und ab dem Frühjahr verbaut werden. Weitere Aufmerksamkeit gilt darüber hinaus der Schule in Schlieben, insbesondere der Erneuerung des WAT-Unterrichtsraums sowie dem Herrichten eines Anbaus mit drei zusätzlichen Unterrichtsräumen. An der Finanzierung dieser Pläne wird noch gearbeitet.