Die gute Nachricht kam Ende der vergangenen Woche. Die Tierhilfe Südbrandenburg mit Sitz in Herzberg ist ab sofort ein eingetragener Verein. "Jetzt können wir loslegen, Mitglieder gewinnen und um Spenden bitten", sagt die Vereinsvorsitzende Susanne Seidler. Acht Herzberger Tierfreunde haben im November den Verein Tierhilfe Südbrandenburg gegründet. "Im Raum Herzberg wird sehr wenig im Bereich Tierschutz gemacht. Hier möchten wir uns engagieren", sagt Susanne Seidler. Bei ihr und ihrem Mann Markus haben sich in der vergangenen Woche weitere vier Gründungsmitglieder getroffen, um über ihre Vorhaben zu reden. Interesse in der Bevölkerung hat der junge Verein bereits geweckt. "Auf unserer Facebookseite haben wir jedenfalls regen Zuspruch", so Mandy Berger.

Transparent arbeiten

Die Tierschützer haben die Vision von einem regelrechten Tierzentrum im Herzberger Raum, dessen Realisierung ihnen gar nicht so unrealistisch scheint, auch wenn es sich zur Zeit noch um erste Überlegungen handelt. Ihnen schwebt ein Tierheim vor, das sie mit vielen Angeboten koppeln wollen, im Idealfall mit einer Hundeschule, einer Ernährungsberatung, einer Hundetagesstätte, einer Tierpension, einem kleinen Shop und nicht zuletzt einer Tierarztpraxis.

Zuerst aber sucht der Verein ein passendes Grundstück. "Wir gehen dorthin, wo man uns möchte und duldet. Und wenn es nicht in Herzberg ist, dann woanders", sagt Anett Merwart. Wichtig sei ihnen vor allem, dass ihr Tierheim öffentlich zugänglich ist und transparent arbeitet. Senioren und Jugendliche sollen mit eingebunden werden. Selbst eine Zusammenarbeit mit den Elsterwerkstätten können die Tierschützer sich vorstellen. "Es gibt viele Tiere, die kein Zuhause haben, es gibt bei uns aber auch viele tierliebende Menschen", meint Susanne Seidler.

Situation beobachten

Gern möchte der Tierhilfe Südbrandenburg e.V. auch mithelfen, das Katzenproblem auf dem Herzberger Friedhof zu lösen. "Man muss die Situation dort erst einmal beobachten und dann mit den Leuten reden, die die Katzen füttern. Futterstellen müssen eingerichtet und die Katzen kas triert werden. Wenn man die Stellen regelmäßig im Auge hat, merkt man sehr schnell, wenn neue Tiere hinzukommen", erläutert die Vereinsvorsitzende. Bevor sich der Verein engagiert, müsse es aber ein klärendes Gespräch mit der Stadt und der Kirche als Eigentümerin des Friedhofes geben, so Susanne Seidler.