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Unglück: In Holzdorf gestarteter Segelflieger stürzt ab und stirbt

Holzdorf. Trauer und Fassungslosigkeit herrschen seit Freitagabend am Bundeswehrstandort Schönewalde-Holzdorf. Der Tod eines Teilnehmers des 18. Sven Gückel / svg1

Internationalen Militärischen Segelflugwettbewerbs (IMGC) sorgte unter den Organisatoren und Startern für Entsetzen. Während eines Streckenfluges stürzte ein 46-jähriger Pilot aus Sachsen mit seiner Maschine in der Nähe von Rabenstein/Fläming (Potsdam-Mittelmark) aus bislang ungeklärter Ursache ab und kam dabei ums Leben.

Was genau zum Absturz und damit zum Tod führte, kann bislang noch nicht gesagt werden. "Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung hat sich der Sache angenommen und wird die Untersuchungen leiten", sagt Jörg Zinnert, Präsident der Bundeswehr-Flugsportvereinigung und stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Segelflugverbandes. Nach Aussage der Wettkampfleitung war der Flugzeugführer am Freitag gegen Mittag vom Flugplatz Holzdorf gestartet und wurde seit dem frühen Abend vermisst, wo er spätestens 18.30 Uhr hätte landen müssen. Um Pilot und Maschine ausfindig zu machen, setzte die Polizei zunächst auf eine Handyortung. Wenig später wurde durch die Brandenburger Polizei ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera zum Einsatz gebracht. Mit deren Hilfe entdeckte die Hubschrauberbesatzung Samstagnacht gegen 1.10 Uhr das Wrack auf einem abgeernteten Getreidefeld zwischen den Ortsteilen Raben und Rädigke. Vor Ort konnte die Besatzung allerdings nur noch den Tod des Piloten feststellen. Da es keine Beteiligten oder Zeugen für den Unfall gibt, lässt sich über den Unfallhergang und dessen Ursache bislang nur spekulieren.

Offen ist ebenso die Frage, warum der Pilot weder Hilfsmotor noch Fallschirm einsetzte, die er an Bord hatte. Bei der Klärung des Unfallhergangs helfen soll ein Logger, der in allen Segelflugzeugen montiert ist. Er zeichnet sämtliche relevante Daten des Fluges auf.

Die Wettbewerbsleitung des IMGC hat den Wettkampf am Samstag aufgrund des tragischen Unglücks unterbrochen. Ab Sonntag, so Zinnert, wurde er aber wieder aufgenommen.

Der Internationale Militärische Segelflugwettbewerb wird alle zwei Jahre ausgetragen, seit 2005 regelmäßig am Standort des Fliegerhorstes Holzdorf. In diesem Jahr nehmen 64 Starter aus zehn Nationen daran teil. Der Wettbewerb läuft noch bis zum 10. August.