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Ausstellung
Ungebrochenes Interesse am Rassegeflügel

Viele Fachgespräche prägten das Bild der Rassegeflügelausstellung in Gräfendorf.
Viele Fachgespräche prägten das Bild der Rassegeflügelausstellung in Gräfendorf. FOTO: Rico Meißner
Gräfendorf. Gräfendorfer Züchter freuen sich über große Resonanz auf ihre Einladung. Von Rico Meißner

Da wurde eine Menge geschnattert am Wochenende in Gräfendorf. Und gekräht und gegurrt. Schuld daran waren die 800 Tiere von 74 Ausstellern, die man zur nunmehr 39. Rassegeflügelschau im Dreiländereck Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt in die Markthalle des Geflügelhofes Schulte einquartiert hatte. Die Ausstellung stieß dabei auf eine große Resonanz.

„Unsere Besucher kommen aus dem ganzen Umland, aber auch von Spremberg, Cottbus, Wittenberg und teilweise sogar aus Berlin“, berichtet der Vorsitzende des Rassegeflügelzüchtervereins Reinhardt Arandt. „Die Vielfalt der Rassen, die bei uns ausgestellt werden, macht einen der Anziehungspunkte aus“, ist sich auch Gründungs- und Vereinsmitglied Siegmund Quick sicher. „Hier gibt es Tiere zu sehen, die man sonst auf solchen Ausstellungen eher selten zu Gesicht bekommt. Einige der Arten stehen sogar auf der roten Liste, sind also vom Aussterben bedroht.“ Ein Beispiel dafür seien unter anderem die so genannten „Bergischen Kräher“, die sich durch einen besonders langen Krähruf auszeichnen. „Dafür gibt es in Deutschland nur noch ganz wenige Züchter“, so Quick.

Zehn Preisrichter hatten alle Tiere bereits bis Samstag begutachtet. 56 von ihnen erhielten einen Pokal, weitere 10 die höchste Auszeichnung, das „Gräfendorfer Band“.

Die Zahl der Aussteller indes ist in etwa konstant.  Denen sei vor allen Dingen wichtig, ihre gefiederten Zuchterfolge gut untergebracht zu wissen. „Für jedes Tier ist beispielsweise exakt entsprechend der Rasse die Käfiggröße vorgeschrieben“, erzählt Siegmund Quick. Auch für die  Versorgung des ausgestellten Federviehs sind die Gastgeber während der Beherbergung zuständig.

Dieses Jahr feiert der Verein sein 40-jähriges Jubiläum, das im Februar „würdig begangen“ werden soll. Die dazu gehörige Jubiläumsausstellung wird es dann im Januar 2019 geben. Große Veränderungen sind nicht angedacht. Auch wenn man immer versuche zu optimieren, so „soll das Konzept beibehalten werden“, zeigt  sich Reinhardt Arandt überzeugt.