Am Dienstag ist einer Autofahrerin gegen 7 Uhr auf der B 101 zwischen dem Abzweig Redlin und Herzberg ein Wolf ins Auto gelaufen. Das Tier hat den Aufprall nicht überlebt. Die Frau blieb unverletzt.

Dr. Thomas Spillmann-Freiwald von der Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Elbe-Elster, der zufällig zu dem Unfall dazu kam, hat den Wolfsbeauftragten des Landes informiert. Der Wolf wurde daraufhin in das Leibniz-Institut für Zoo-und Wildtierforschung (IZW) Berlin gebracht, wo er wissenschaftlich unter anderem auf Herkunft, Alter, Geschlecht, Größe oder Gesundheitszustand untersucht wird.

Dieser Wolf ist am Dienstag Opfer eines Unfalls auf der B 101 bei Herzberg geworden.
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Der Vorfall war nicht der erste Wolfsunfall. Vergangene Woche starb ein Wolf nach einer Kollision bei Sedlitz, Mitte Januar im Spreewald, wenige Tage zuvor in Guteborn.

Das Prozedere ist mittlerweile ein eingespieltes Verfahren, teilt die Kreisverwaltung mit.

In Brandenburg lebten nach Angaben des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) im vergangenen Jahr 41 Wolfsrudel, in ganz Deutschland waren es 105. Damit gibt es in Brandenburg bundesweit die meisten Wölfe. In ganz Deutschland wurden vergangenes Jahr 99 tote Wölfe registriert. 83 der Tiere waren Welpen, die durch den Straßenverkehr umkamen. (mit dpa)

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