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Kindertagesstätten
Utensilien für 100 Kinder zurück in sanierte Kita geräumt

In Falkenberg ist die Kita „Sonnenblume“ (fast) fertig saniert. Freitag war Umzug. Nicht nur Helga Karsch (r.) und Steffi Siemon hatten alle Hände voll zu tun.
In Falkenberg ist die Kita „Sonnenblume“ (fast) fertig saniert. Freitag war Umzug. Nicht nur Helga Karsch (r.) und Steffi Siemon hatten alle Hände voll zu tun. FOTO: Sylvia Kunze / LR
Falkenberg. Das erste Kita-Sanierungkapitel in Falkenberg neigt sich dem Ende entgegen. Am Freitag war Umzugstag. Jetzt geht der Kita-Alltag an der angestammten Stelle weiter. Sylvia Kunze

Die Männer vom einheimischen Umzugsunternehmen, der Spedition Otto, haben gerade die letzten Kisten und Möbel ins Haus in der Karl-Marx-Straße geschleppt. Nach sechs vollgepackten Lkw-Fuhren sind auch ihnen die Arme schwer geworden. „Die Utensilien von 100 Kindern von einem Ort zum anderen zu räumen und auf drei Etagen zu verteilen, das ist schon eine ordentliche Hausnummer“, schickt Carmen Göbel, Leiterin der unter ASB-Trägerschaft stehenden Kindereinrichtung, die Umzugshelfer in ihr wohlverdientes Wochenende.

Für sie und die anderen Erzieherinnen, die in der „Sonnenblume“ die Steppkes betreuen, ist aber noch lange nicht Schluss. Obwohl: Die Frauen arbeiten sich mit Köpfchen und System beachtenswert schnell voran. In den Fluren stapeln sich die bereits ausgeräumten, nun leeren Umzugskartons. Die werden übrigens hoch gehandelt und bereits sehnsüchtig erwartet. Nur eine Woche bleibt, um sie in der ASB-Kita „Regenbogen“ in der Rothsteinslache aufs Neue zu füllen, denn dort steht ebenfalls eine umfangreiche Sanierung und deshalb ein Komplettumzug aller Kinder in das nun wieder frei gewordene Ausweichquartier in der Innenstadt an.

Regale, Tische, Stühle, Schlafmatten und mehr werden mit ordentlichem Tempo derweil in der Karl-Marx-Straße an die vorbestimmten Stellen gerückt. Alles wird noch einmal entstaubt, abgewischt und wie auch immer sauber gemacht. Dann werden Spielzeug, Bastelmaterial und andere Utensilien eingeräumt. „Die Erzieherinnen haben sich vorher alles schon genau überlegt. Was wohin kommt. Von dem, was nicht mehr in Ordnung war und wovon man sich eigentlich schon lange mal trennen wollte, ist bereits beim ersten Umzug vieles aussortiert worden. Wir haben uns zum Beispiel vom 50er- und 70er-Jahre-Schick getrennt“, berichtet die Kita-Chefin. Und ergänzt: „Deshalb ist es nicht mehr ganz so viel, was wieder mit zurückkommt, aber immer noch genug. Drei weitere Lkw-Ladungen warten nämlich noch im Lager. Die werden etwas später geliefert, wenn im Haus wirklich alles fertig ist.“

Das ist nach der umfassenden Sanierung fast nicht mehr wiederzuerkennen: Eine neue Eingangstreppe, neue Türen, neue Fußböden, neue Heizung, neue Elektrik, Schallschutz in den Spielräumen („Für die Erzieherinnen das schönste Geschenk“, so Carmen Göbel.), frisch gemalerte Räume, moderne LED-Leuchten, Rauchmelder und sogar Anschluss für Internet gehören zum Beispiel zu den Veränderungen.

Aber ganz abgeschlossen ist die Sanierung dann doch noch nicht. Zwar sind die Bereiche, in denen Kinder betreut werden, und die Küche fertig, aber die „Nebenschauplätze“ wie Verwaltungsbereich und Keller brauchen noch einige Zeit. „Das schaffen wir auch noch“, spornt die Kita-Leiterin die Bauarbeiter und Erzieherinnen an.

„Schade“, sagt sie, „dass ich Montag nicht im Haus bin und sehe, wenn die Kinder durch die Räume laufen und die Veränderungen bestaunen. Schon bei unseren Besuchen auf der Baustelle war es ganz spannend, sie zu beobachten. Sie haben kaum wiedererkannt, wo sie sonst spielen, essen und schlafen. Es war ja nur noch der Rohbau. Alles sah anders aus.“

Systematisch arbeiten sich die Frauen voran, bis alles geschafft ist. Nun können die Mädchen und Jungen am Montag Besitz von der sanierten Kita „Sonnenblume“ ergreifen. Jedoch noch nicht alle. „Weil momentan so viele Kinder in der Stadt zu betreuen sind und die vorhandenen Plätze in den Einrichtungen nicht reichen, ist die Entscheidung gefallen, dass die 16 jüngsten Steppkes unserer Kita, die während der Sanierung in einem Ausweichquartier in der Gartenstraße untergebracht waren, erst einmal dort bleiben. Wir hoffen auf eine Ausnahmegenehmigung für ein Jahr. Das schafft vorübergehend freie Kapazitäten“, so Carmen Göbel.