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| 21:54 Uhr

Ehrung in Uebigau
Ulrich Jachmann ist jetzt Ehrenbürger

 Jetzt ist Ulrich Jachmann (l.) Ehrenbürger der Stadt. Er zeigt die Urkunde, überreicht von Bürgermeister Delf Gerlach und der Vorsitzenden der Stadtverordtnetenversammlung Dittgard Happich.
Jetzt ist Ulrich Jachmann (l.) Ehrenbürger der Stadt. Er zeigt die Urkunde, überreicht von Bürgermeister Delf Gerlach und der Vorsitzenden der Stadtverordtnetenversammlung Dittgard Happich. FOTO: Rico Meißner
Uebigau-Wahrenbrück. Die Stadt Uebigau-Wahrenbrück bedankt sich bei ihren Ehrenamtlichen. Von Rico Meißner

Seit geraumer Zeit stand die Idee im Raum. Am Mittwoch wurde sie nun erstmals in die Tat umgesetzt: In den Räumen des Uebigauer Schlosses gab es den ersten Ehrenamtsempfang für verdiente Bürger der Stadt Uebigau-Wahrenbrück. Seit Mittwoch hat die Stadt auch einen weiteren Ehrenbürger.

Für seine Verdienste um die Stadt kann sich der ehemalige Ortsvorsteher von Uebigau Ulrich Jachmann nun mit diesem Titel „Ehrenbürger“ schmücken. In der Ehrenurkunde heißt es unter anderem, man ehre „das Lebenswerk eines Kommunalpolitikers, der sich mit herausragendem jahrzehntelangem Engagement für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Uebigau- Wahrenbrück eingesetzt hat.“ Viele Projekte, die Jachmann konkret mit angeschoben hat, sind in der Urkunde aufgelistet. Etwa sein Anteil an der Schaffung des Gewerbegebietes, des Straßenausbaus oder die Forcierung des Eintritts in die Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischem Stadtkern, die maßgeblich zu der Restaurierung der historischen Innenstadt beitrug und noch beiträgt.

Doch viele weitere Ehrenamtler standen im Mittelpunkt. „Wir haben darauf geachtet, das jeder Ortsteil vertreten ist“, sagte Bürgermeister Delf Gerlach bereits im Vorfeld. Entsprechend zahlreich waren die sorgfältig dekorierten Tische besetzt.

Die Moderation übernahm neben Delf Gerlach auch die Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Dittgard Hapich. Eine kurze Einordnung zum historischen Hintergrund des Gebäudes, in dem die Veranstaltung stattfand, lieferte gleich zu Beginn „Stadtdiener“ Rudi Hirsch, ehe Clemens Rößler am Keyboard die musikalische Umrahmung übernahm.

„Diese Veranstaltung ist ganz auf die Bürger zugeschnitten“, betonte Gerlach in der Begrüßung. Deshalb seien auch keinerlei Firmen eingeladen worden, denn man wolle „ganz bewusst die Bürgerinnen und Bürger ehren.“ Und Dittgard Hapich räumte ein: „Eigentlich hätten es fast alle Einwohner aus jedem Ortsteil verdient.“

Für die Übergabe der Urkunden und der kleinen Präsente – ein Erika Töpfchen für die Frauen, ein Fläschchen für die Männer – hatten sich die Organisatoren etwas ausgedacht. Jeder Geehrte wurde in einer knapp gehaltenen Laudatio vom jeweiligen Ortsvorsteher kurz charakterisiert, so dass sich jeder ein Bild machen konnte, wofür die Auszeichnung verliehen wurde. Das gab dem Ganzen eine sehr persönliche und zum Teil auch eine emotionale Note.

Es war deutlich zu spüren, wie sehr sich die Teilnehmer untereinander verbunden fühlen. Und klar wurde auch, wie viel Gemeinschaftsleben ohne die Unterstützung dieser Menschen verloren ginge, egal ob Feuerwehr, Sport, Kulturveranstaltungen oder Grünpflege – ausgesprochen oft war immer wieder die Rede von „der guten Seele des Dorfes“.

Regina Widuch aus Wahrenbrück brachte es etwa so auf den Punkt: „Wenn man manchmal so allein vor sich hinwurschtelt, vergisst man völlig, was man heute Abend hier so deutlich sieht. Denn wir sind nicht allein, wir sind viele.“

Bei Würstchen mit Kartoffelsalat, Kürbissuppe und belegten Brötchen gab es die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen und den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.

Die Veranstaltung als solche, das machte Delf Gerlach im Übrigen gleich zu Beginn klar, soll keine Eintagsfliege bleiben. „Wir alle, auch in der Verwaltung und die Ortsvorsteher, schätzen sehr, was diese Menschen für unsere Gemeinschaft tun. Aus diesem Grund soll eine solche Feier auch ein fester Bestandteil in den kommenden Jahren werden. Es gehört sich nämlich einfach, einmal Danke zu sagen.“ Das haben sich alle Beteiligten auch redlich verdient.

 Rudi Hirsch bekommt wie alle Männer zur Urkunde ein Fläschchen von Bürgermeister Delf Gerlach (l.) und Dittgard Hapich. Rechts: Ortsvorsteher Toni Edler.
Rudi Hirsch bekommt wie alle Männer zur Urkunde ein Fläschchen von Bürgermeister Delf Gerlach (l.) und Dittgard Hapich. Rechts: Ortsvorsteher Toni Edler. FOTO: Rico Meißner