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| 14:40 Uhr

Kommunalwahl 2019
Uebigau-Wahrenbrück und Schlieben: je zwei Bürgermeisteranwärter

Es stehen sich Thomas Lehmann und Delf Gerlach sowie Cornelia Schülzchen und Iris Schülzke gegenüber. Die Kandidatenlisten sind ausreichend bis umfangreich. Von Sylvia Kunze

In Uebigau-Wahrenbrück hat Andreas Claus (parteilos) für großes Aufhorchen gesorgt und erst kurz vor Abgabeschluss der Wahlunterlagen öffentlich gemacht, dass er nicht erneut kandidieren wird. Den Wahlkampf um das 1. Amt der Stadt tragen damit die beiden aus Uebigau stammenden langjährigen Abgeordneten Thomas Lehmann (CDU) und Delf Gerlach (FDP) aus. Um die Abgeordnetensitze im Stadtparlament bemühen sich drei Parteien (CDU, FDP und Die Linke) sowie drei Listen (schon in der Legislaturperiode aktiv: Elster-Röderland und Landwirtschaft, Umwelt und Natur sowie neu: Leben, Arbeiten und Wohnen, ein Zusammenschluss von Bewerbern aus dem Raum Marxdorf, ­Saxdorf, Bönitz). Froh zeigt sich Wahlleiter Roland Schrey, dass sich in allen Ortsteilen darüber hinaus Kandidaten für das Ehrenamt des Ortsvorstehers gefunden haben, in einigen sogar zwei.

In der Kreisstadt Herzberg ist der große Paukenschlag, von dem man munkelte, ausgeblieben. Ex-Bürgermeister Michael Oecknigk steht doch nicht als Bewerber auf der Liste der CDU. Aber: Bürgermeister Karsten Eule-Prütz (parteilos) hat sich vorsorglich, um seinem Vorgänger im Amt beim Auftauchen als Bewerber um einen Stadtverordnetensitz gleich Stimmen-Paroli bieten zu können, auf die Liste der Ländlichen Wählergruppe Kreisstadt Herzberg/Elster setzen lassen. Bemerkenswert auch: Ein aktives CDU-Mitglied wie Gerd Rothaug geht eigene Wege. Er will nicht Seite an Seite gemeinsam mit den Christdemokraten, sondern ebenfalls auf der Liste der Ländlichen Wählergruppe um Sitze im Stadtparlament kämpfen, ist von Wahlleiterin Stephanie Kuntze zu erfahren. Darüber hinaus sind im Rennen: CDU, SPD und die Wählergruppe „Herzberg zählt!“ mit je mehreren Bewerbern, ein parteiloser Einzelkandidat sowie NPD und AfD mit je einem Bewerber. Für die Ortsbeiräte in den Dörfern haben sich überall mindestens drei Sitzanwärter gefunden.

Aus dem Amt Schlieben stellt Wahlleiter und zugleich auch Amtsdirektor Andreas Polz voran, dass er mit der Zahl der eingegangenen Bewerbungen sehr zufrieden ist: „Es freut mich, dass sich so viele Menschen aus dem Schliebener Land einbringen wollen, gemeinsam die Zukunft zu gestalten.“ Ausdruck findet das auch darin, dass sich um alle Mandate ausreichend Kandidaten bemühen – sowohl im Stadtgebiet Schlieben als auch in den Gemeinden Kremitzaue, Fichtwald, Lebusa und Hohenbucko. Lediglich für den Ortsvorsteher in Hillmersdorf ist keine Bewerbung eingegangen. Polz glaubt fest daran, dass sich nach der Wahl und Konstituierung der Fichtwald-Gemeindevertreterversammlung dafür eine Lösung in einem zweiten Wahlgang findet.

Aufhorchen lässt im Schliebener Amtsbereich ohne Zweifel die Kandidatur von Iris Schülzke. Die frühere Schliebener Amtsdirektorin und jetzige Landtagsabgeordnete bewirbt sich als Einzelwahlvorschlag sowohl um das Amt der ehrenamtlichen Bürgermeisterin in Schlieben und tritt damit gegen Amtsinhaberin Cornelia Schülzchen (CDU) an, als auch um einen Sitz in der Schliebener Stadtverordnetenversammlung.

Ohne große Überraschungen bahnt sich die Kommunalwahl in der Stadt Falkenberg an. Die bisher in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Parteien CDU, Die Linke, SPD und FDP bewerben sich ebenfalls um die Mandate wie die Gruppe „Unabhängige verantwortungsbewusste Kommunalpolitik“ und die Liste Landwirtschaft, Umwelt und Natur. Hinzu kommen noch ein Einzelwahlvorschlag und Bündnis 90/Grüne. Sorgenvoll blickt sie lediglich in Richtung des Ortsteils Beyern. Dort haben sich erneut keine Kandidaten für einen zu wählenden Ortsbeirat gefunden.

Ebenso überraschungslos bezeichnet Christiane Knese, Wahlleiterin in der Stadt Schönewalde, die anstehende Kommunalwahl in der Stadt und den Gemeinden.