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| 11:32 Uhr

Fortwährende Debatte
Ortsvorsteher lehnen mehrheitlich Ortsbeiräte ab

Uebigau-Wahrenbrück. In Uebigau-Wahrenbrück wird auf eine Änderung der Hauptsatzung hingearbeitet. Von Sylvia Kunze

In der nächsten Sitzungsrunde, die mit der Stadtverordnetensitzung im Dezember abschließt, wird es noch einmal um die Hauptsatzung gehen. Hauptamtsleiter Roland Schrey hat schon vor geraumer Zeit angekündigt, dass daran Änderungen vorgenommen werden sollen. Die betreffen insbesondere die beiden Aspekte der gewählten Vertreter in den Ortsteilen und die Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen in ihren Orten.

In der zurückliegenden Sitzung der Ortsvorsteher hat Schrey beide Themen angesprochen. Mit einem konkreten Ergebnis kann er jedoch noch nicht aufwarten.

Die seit längerer Zeit schon kontrovers diskutierte Frage, ob es mit der neuen Wahlperiode nicht doch Ortsbeiräte und nicht mehr nur Ortsvorsteher in den Ortsteilen geben soll, bleibt weiter unbeantwortet. Während Bürgermeister Andreas Claus seit einigen Monaten dafür plädiert, zukünftig mit Ortsbeiräten zu arbeiten, genau so, wie es in den anderen drei Kommunen der zukünftigen Kurstadtregion Elbe-Elster bereits gehandhabt wird, ist die Ablehnung des Vorschlags bei den Ortsvorstehern groß. Sie sehen überhaupt keine Notwendigkeit, am bisherigen Vorgehen etwas zu ändern und sind fast komplett gegen eine Veränderung.

Schrey berichtet, dass man dennoch überlege, für die beiden größeren Ortsteile Uebigau und Wahrenbrück im Zuge der beabsichtigten Änderung der Hauptsatzung die Bildung von Ortsbeiräten vorzuschlagen und in den anderen Ortsteilen die Ortsvorsteher belassen wolle. Entgegen bisheriger Vorgaben vom Land, bei denen nur entweder oder möglich war, sei das nach neuer Rechtslage nämlich erlaubt, informierte der Amtsleiter in der Sitzung der Ortsvorsteher. Das letzte Wort dazu müssen jedoch die Abgeordneten in der folgenden Sitzungsrunde sprechen.

Bis dahin, so der Hauptamtsleiter weiter, hoffe man auch einen Vorschlag für die zukünftige Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen unterbreiten zu können. Noch gebe es dazu keine konkrete Idee. Man wolle erst einmal den Kontakt mit der nachwachsenden Generation suchen um zu erfahren, wie sie sich selbst Mitsprache vorstellen könne. „Wir wollen ins Gespräch kommen und bereiten eine Einladung vor. In einer Runde am 20. Oktober in der Wahrenbrücker Schule hoffen wir Antworten zu bekommen. Da steht dann ganz konkret die Frage: Wie wollt ihr euch einbringen?“ Basierend auf den Ergebnissen des Gesprächs soll im Anschluss ein entsprechender Vorschlag formuliert werden, der in die städtische Hauptsatzung Einzug halten könnte.