Geplant war das Vorhaben nicht. Eine Ankündigung der Mitteldeutschen Netzgesellschaft Strom mbH, in Domsdorf das Luftkabel zu demontieren und neues Erdkabel zu verlegen, hat die Stadt Uebigau-Wahrenbrück nun in Zugzwang gebracht.

So wird die Baumaßnahme für die Stadt deutlich billiger

Denn an der Altanlage der envia, die jetzt verschwinden soll, ist auch die kommunale Straßenbeleuchtung angebracht – die aufgrund ihres Alters bestenfalls ebenso erneuert werden müsste. „Bei gemeinsamer Realisierung entstehen der Kommune für die Bereiche der gemeinsamen Kabelverlegung keine Kosten für Tiefbauleistungen. Auch würde ein mehrmaliges Öffnen der Gehwege verhindert“, heißt es in einer Beschlussvorlage, die den Abgeordneten in der Sitzung am Mittwoch vorgelegt wird.
Der Knackpunkt bei der Sache: Finanzen für diese Maßnahme, die die Netzgesellschaft eigentlich schon im Juni beginnen wollte, sind in diesem Jahr nicht geplant. Man habe sich jedoch auf eine Herauszögerung und eine Finanzierung im folgenden Jahr einigen können, heißt es aus der Verwaltung. Das Geld müsse also zwingend in die Finanzplanung des Folgejahres eingeordnet werden.

Abgeordnete sollen nachträglich Eilentscheidung legitimieren

Aus den genannten Ersparnisgründen hat die Verwaltung in einer Eilentscheidung bereits die Vergabe von Bauleistungen in Höhe von 129 000 Euro Gesamtkosten angeschoben. Die Abgeordneten sollen dem nachträglich ihre Zustimmung geben.

Uebigau-Wahrenbrück