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| 01:04 Uhr

Trotz knapper Kassen jede Menge geschafft

Uebigau-Wahrenbrück.. Wie in anderen Städten auch mussten die Verantwortlichen in Uebigau-Wahrenbrück im Vorjahr erstmals mehr Ausgaben als Einnahmen konstatieren. Große Sparsamkeit war also oberstes Gebot, um dieses Minus zu verkleinern – was letztlich nicht hieß, dass sich in der Stadt nichts drehte. Im Gegenteil: Die Investitionen 2004 standen denen aus den Vorjahren kaum nach. Von Sylvia Kunze

„Ich bin froh, dass wir 2004 weitere Akzente setzen konnten“ , bilanzierte Bürgermeister Andreas Claus und lenkte die Aufmerksamkeit auf jene Projekte, die in den vergangenen zwölf Monaten Gestalt angenommen haben.
Das größte Investitionsvolumen floss erneut in die Uebigauer Stadtsanierung. Rund eine Million Euro ließen sich die Stadtherren die Vorhaben des Jahres 2004 in diesem Bereich kosten. Hauptsächlich private Bauvorhaben wurden davon im Rahmen der Möglichkeiten unterstützt. Dazu zählen zum Beispiel die Sanierungen der Häuser in der Marktstraße 5, Hirtenstraße 5, Torgauer Straße 7 und 9 sowie Markt 2 und 1.
Nicht minder umfangreich waren die Investitionen im Bereich des Technischen Denkmals „Louise“ in Domsdorf. Die Dauerausstellung „Menschen in der Kohle“ ist fertiggestellt worden. Das Areal vor der Fabrik hat dank des Parkplatz- und Straßenbaus ein völlig neues Aussehen erhalten. Der zweite Abschnitt am Sozialgebäude, in dem die Schülerakademie eingezogen ist, konnte rundum fertiggestellt werden, obwohl es zu Jahresbeginn 2004 noch so aussah, als wenn das Vorhaben vorerst keine Realität würde. Die Komplettsanierung der Straße von Domsdorf bis hin nach Tröbitz rundet diesen Gesamtkomplex sinnvoll ab.
Doch auch darüber hinaus haben die Uebigau-Wahrenbrücker Stadtväter jede Menge Geld in die Hand genommen, um in den Ortsteilen Arbeits- und Lebensbedingungen zu verbessern. Allein die vielen Pflegemaßnahmen an kommunalen Gebäuden und in den Ortsteilen selbst aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Zuschüsse für Sport, Kultur, Heimatpflege und Feuerwehren ergänzen dieses Gesamtpaket.
Punktuell konnte mit so mancher Finanzspritze das eine oder andere größere Problem beseitigt werden: In Langennaundorf steht seit dem Vorjahr ein neues Tanklöschfahrzeug in einem umgebauten Gerätehaus. In Wildgrube wurden in der Kindertagesstätte die Auflagen des Brandschutzes erfüllt. Im Hort in Wahrenbrück wurde noch Ende des vergangenen Jahres das gleiche Vorhaben in Angriff genommen. In der Kleinen Elster ist das Kettenwehr zum Teil saniert worden. Die Prestewitzer durften sich über eine neue Bushaltestelle freuen. In Uebigau wurde ein Anbau am Sportplatz eingeweiht. Die Pflege des Stadtwaldes konnte vorangetrieben werden. Das Rathaus in Uebigau erhielt eine neue Heizungsanlage. Die Schüler der Grundschule in Uebigau freuten sich über Medieninseln im Rahmen des Förderprojektes „m.a.u.s.“ .
Noch weitaus mehr Vorhaben hätten jedoch schon umgesetzt werden können, wenn die finanzielle Ausstattung der Kommunen nicht so schlecht wäre. Bürgermeister Andreas Claus kam nicht umhin, darüber zu schimpfen und seine Meinung zum Finanzausgleichsgesetz zu sagen. Seiner Meinung nach sei dies nämlich nur ein „Strohfeuer“ , denn „weitere Reduzierungen der Mittel sind bereits angekündigt. Das werden wir so nicht hinnehmen“ , kündigte er an und machte deutlich klar: „Notfalls streben wir Kommunen eine Verfassungsklage an.“
Doch egal, wie sich die Finanzsituation auch entwickele, eines sagte er definitiv zu: „Wir werden weiter an der Unterstützung der Vereine festhalten, weil sie wichtig sind für den Erhalt der Lebensqualität in unserer Stadt.“