| 02:34 Uhr

Trotz der Winterpause gibt es keine arbeitsfreie Zeit

Winterpause im und am Schloss Martinskirchen. Die Weihnachtsdekoration wird am heutigen Samstag weggeräumt. Richtig los geht die neue Saison dann aber erst, wenn es wieder etwas wärmer ist. Doch die Vorbereitungen dafür laufen bereits.
Winterpause im und am Schloss Martinskirchen. Die Weihnachtsdekoration wird am heutigen Samstag weggeräumt. Richtig los geht die neue Saison dann aber erst, wenn es wieder etwas wärmer ist. Doch die Vorbereitungen dafür laufen bereits. FOTO: sk
Martinskirchen. Das Schloss Martinskirchen soll mehr und mehr in den Mittelpunkt rücken. Das hat sich der Förderverein auf die Fahnen geschrieben — und tut auch einiges dafür. Selbst jetzt in der eigentlichen Winterpause zieht keine Ruhe ein. Sylvia Kunze

Winterpause heißt in der Auslegung der Martinskirchener nicht wirklich Pause, Nichtstun oder gar Warten, was passiert. Winterpause umschreibt lediglich den Zustand, den das Wetter den Orts- und Schlossverantwortlichen aufnötigt, denn wer friert schon gern im derzeit eisigen Wind im Schlosshof oder in den ungeheizten Räumen des Schlosses bei möglichen Veranstaltungen?

Nun aber bloß nicht im Umkehrschluss denken, es finden gar keine Veranstaltungen statt. Weit gefehlt. Schon heute wird jede helfende Hand willkommen sein, denn ab 10 Uhr wird zum Weihnachtsbaumabputzen eingeladen. Das schließt allerlei andere Aufräumarbeiten mit ein. Und nebenbei wird mit Glühwein auf das neue Jahr angestoßen.

Kathrin Degen, Ortsvorsteherin und auch Vorsitzende des Fördervereins Schloss Martins kirchen, hofft auf ein weiteres gutes Jahr. Immerhin hat sich 2016 von einer guten Seite gezeigt. "Wir schaffen es, das Schloss immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken", resümiert sie.

Anteil daran hat ein jüngst mit der TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH geschlossener Vertrag, der ganze Busladungen voll Brandenburg-Entdecker in den südwestlichen Zipfel des Landes schicken will. Fünf waren im Vorjahr schon da, weitere werden in diesem Jahr zur Schlössertour erwartet. Im Zusammenhang mit dem Reformationsjubiläum könnte sich in Sachen Tourismus und Besucher durchaus noch mehr entwickeln, hofft die Martinskirchenerin.

Und will gewappnet sein. Deshalb wird seit Wochen am 2017er-Programm gefeilt. Bereits feststehende Termine sind das Konzert der "Weberknechte" im Schloss im Rahmen des Brandenburger Musiksommers am 9. September, der Tag des offenen Denkmals am darauffolgenden 10. September sowie der Weihnachtsmarkt am 3. Dezember.

"Wir sind alle sehr motiviert", beschreibt Kathrin Degen das Miteinander im Förderverein und darüber hinaus im Dorf, denn wenn es um das Schloss geht, stehen auch die anderen Vereine zur Seite, "aber angesichts der vielen Arbeit, die zu leisten ist, haben wir alle viel zu wenig Zeit." Jede Unterstützung in jedweder Art ist da äußerst willkommen. Auch die des Vereins der "Freunde der Residenzstadt Königs Wusterhausen", die für den Konzert-Höhepunkt mit den Weberknechten sorgen.

Für Kopfzerbrechen sorgen insbesondere die baulichen Vorhaben. Zum Beispiel will man sich der Wege widmen und sie nach altem Vorbild herrichten. Das alte Nebengebäude soll verschwinden, aber vorher muss es denkmalpflegerisch aufgenommen werden. Gleiches gilt für die alten Gartenflächen, die sich auf einem Bodendenkmal befinden. Ein denkmalpflegerisches Parkkonzept gilt es zu erstellen. Und eine Nutzungskonzeption für das große Schloss ist ebenfalls perspektivisch gefordert.

"Wir hoffen, dass wir mithilfe der Deutschen Stiftung für Denkmalschutz und anderer Partner da Stück für Stück vorankommen", sagt Kathrin Degen mit Blick auf das Schlossgebäude, das sich im Eigentum der Stadt Mühlberg befindet und von der Brandenburgischen Schlösser GmbH verwaltet wird.

Zum Thema:
Das Barockschloss Martinskirchen öffnet wieder ab Mai seine Türen. Geplant ist, dienstags, donnerstags und freitags zu öffnen sowie jeden zweiten Sonntag im Monat zu Führungen einzuladen. Die genauen Termine werden noch bekannt gegeben.Führungen sind darüber hinaus auf Anfrage möglich. Ansprechpartner sind: Kathrin Degen (Tel. 01522 7550460), Simone Mägel (Tel. 01577 5747722) und Viola John (Tel. 01525 9988591).