Von Lars Hartfelder

Die Hinrunde der Tischtennis-Verbandsliga ist für die drei Lausitzer Mannschaften mit sehr unterschiedlichem Erfolg zu Ende gegangen. Während der TTC Empor Herzberg auf der ganzen Linie überzeugte und zur Halbzeit auf dem vierten Tabellenplatz liegt, befinden sich die beiden Aufsteiger TTC Finsterwalde und Blau-Weiß Vetschau in Abstiegsnöten.

Empor Herzberg spielte eine ausgezeichnete Hinrunde und liegt mit 12:6-Punkten nur zwei Zähler hinter Spitzenreiter Post Brandenburg. Hier kassierte das Team von Kapitän Frank Richter am ersten Spieltag auch eine seiner drei Niederlagen. Besonders schmerzvoll war außerdem das 7:9 in Frankfurt (Oder). Andererseits behielten die Herzberger beim TSV Stahnsdorf II und gegen den KSV Sperenberg ebenso knapp mit 9:7 die Oberhand. Die beiden Lausitzer Derbys beim TTV Finsterwalde (9:2) und zu Hause gegen Blau-Weiß Vetschau (9:5) wurden insgesamt sicher gewonnen. Erfolgreichster Empor-Spieler war Steffen Thiere mit 13 Siegen und fünf Niederlagen.

Das obere Tabellendrittel ist äußerst ausgeglichen. Platz sechs trennen von Rang eins nur ganze drei Punkte. Die Herzberger haben hier zwar die Außenseiterrolle inne, könnten aber durchaus für eine Überraschung sorgen. Das Saisonziel „Klassenerhalt“ scheint jedenfalls jetzt schon sicher.

Aufsteiger TTC Finsterwalde beendete die Hinrunde mit 3:15-Punkten und verfehlte damit die selbst gesteckten Ziele. Relegationsplatz sieben ist bereits vier Zähler entfernt. Vor allem die unglückliche 7:9-Niederlage beim direkten Konkurrenzen Einheit Potsdam schmerzte sehr. Zwar wurde Mitaufsteiger Blau-Weiß Vetschau sicher mit 9:3 bezwungen, gegen Schlusslicht KSV Sperenberg reichte es aber nur zu einem 8:8-Unentschieden. Die restlichen Spiele, bis auf das 6:9 gegen Nauen, gingen deutlich verloren.

In der Einzel-Auswertung überraschte ausgerechnet der relativ unerfahrene Toni Böhme mit einer starken Hinrunde und 7:4-Siegen.

Trotz des Rückstandes ist die Situation von Finsterwalde noch nicht aussichtslos. Werden die Heimspiele gegen Potsdam und Sperenberg sowie das Derby in Vetschau gewonnen, könnten die Sängerstädter im Kampf um den Klassenerhalt noch ein Wörtchen mitreden.

Blau-Weiß Vetschau rutschte als Nachrücker spät in die Verbandsliga auf und beendete die Hinrunde punktgleich mit Finsterwalde. Völlig überraschend war dabei der 9:4-Heimsieg am zweiten Spieltag gegen den Hohen Neuendorf SV – ein Gegner, der später gegen Herzberg und Finsterwalde gewonnen hatte. Es sollten bis zum letzten Spieltag vor der Weihnachtspause aber die einzigen Punktgewinne für Vetschau bleiben.

Der Jüngste im Team, Nachwuchsspieler Matti Klein,  beendete die Hinserie mit 8:5-Siegen und hatte damit als einziger Vetschauer eine positive Bilanz.

Bereits am 5. Januar startet die Rückrunde mit der Begegnung Empor Herzberg gegen Stahl Brandenburg (Samstag, 14 Uhr). Tags darauf empfängt Blau-Weiß Vetschau um 10 Uhr zum Derby den TTC Finsterwalde.