Die Stadt Herzberg und der Förderverein Tierparkfest haben sich auf eine gemeinsame Linie geeinigt. Es geht darum, wie die Stadt das Tierparkfest, dessen Ausrichter der Verein ist, künftig unterstützt. Der Verein hatte sich im August mit einem Schreiben an den Bürgermeister gewandt, und um Klarheit gebeten. Er befürchtet, dass die Verwaltung wegen der Haushaltslage ihre Hilfe zurückfährt.

Tierparkfest: Stadt fühlt sich für Sicherheit verantwortlich

Konkret sollte die Stadt entscheiden, ob sie bereit ist, die Kosten für die Umsetzung des Sicherheitskonzeptes (die Rede war von etwa 10 000 Euro) weiterhin zu tragen. Die Stadt hat daraufhin auch auf Drängen des Sozial- und Kulturausschusses aufgelistet, was sie in welchem Umfang bisher leistet: Seniorennachmittag, Unterstützung durch den Bauhof, Umsetzung und Finanzierung des Sicherheitskonzepte sowie die Besetzung des Organisationsbüros. Besonders belastet die Stadt die Zahl von etwa 100 Stunden, die Verwaltungsmitarbeiter im Org.-Büro erbringen.

Ende vergangener Woche haben  Vertreter der Stadtverwaltung und  des Sozialausschusses noch einmal zusammengesessen, um einen gemeinsamen Standpunkt gegenüber dem Verein zu erarbeiten. Herausgekommen ist dabei, dass die Stadt sich weiterhin für die Sicherheit beim Fest verantwortlich fühlen wird.

Allerdings will sie die Besetzung des Org.-Büros mit ihren Mitarbeitern nicht  mehr vornehmen. Darüber hat der Ausschuss auf seiner Sitzung am vergangenen Donnerstag, an der auch der Vorsitzende des Tierparkfestvereins Michael Krämer teilnahm, diskutiert. Der Vorschlag aus den Reihen der Abgeordneten, das Org.-Büro dann gänzlich abzuschaffen, wurde  verworfen. Viele Besucher nutzen das Büro für Fragen und zum Kauf von Tombola-Enten. Auch in Notsituationen ist es erster Anlaufpunkt für die Besucher.

Besetzung des Org.-Büros auf Freiwilligenbasis

Da auch der Verein und die Schausteller das Büro nicht rund um die Uhr besetzen können, soll jetzt eine Lösung auf Freiwilligenbasis gefunden werden. Viele Mitglieder des Sozialausschusses haben sich spontan bereit erklärt, das Büro zum Fest für einige Stunden ehrenamtlich zu besetzen. Sie wollen mit gutem Beispiel vorangehen. Der Verein soll jetzt ein Konzept erstellen, wie die Bürobesetzung beim nächsten Tierparkfest funktionieren könnte.

Michael Krämer hat diese Lösung sehr begrüßt. Wenn Stadtverordnete sich aktiv zum Fest mit einbringen, sei das ein Zeichen der Verbundenheit der Stadtführung mit dem Tierparkfest, sagte er. Bürgermeister Karsten Eule-Prütz betonte nochmals, dass niemand am Tierparkfest in Herzberg rütteln wolle. Doch einige Dinge müssten neu geregelt werden. Die Stadtverordnetenversammlung soll in Kürze einen Grundsatzbeschluss zur Unterstützung des Festes durch die Stadt fassen.