Den Beweis, dass Tarzan eigentlich ein Herzberger ist, bleibt die kleine Theatergruppe „Die ScHerzberger“ der Stadt in diesem Jahr schuldig. Die Premiere des diesjährigen Stückes „Tarzan – ein Herzberger“ war für den 24. April vorgesehen. Auch Vorstellungen danach waren schon ausverkauft.
Lange haben die Theaterleute geglaubt, die Veranstaltungen verschieben zu können. Doch nach monatelangen Überlegungen haben sie sich jetzt entschlossen, die diesjährige Spielsaison komplett ausfallen zu lassen. „Unsere hauseigenen Bühnen sind zu klein, um die aktuell geltenden Mindestabstände und Hygienerichtlinien einzuhalten. Deshalb haben wir uns für einen zweiten Versuch im kommenden Jahr entschieden“, sagt Stephanie Kammer, die die Stücke der Theatergruppe schreibt.
Eine Möglichkeit wäre gewesen, von den kleinen Bühnen zum Beispiel in den Saal des Bürgerzentrums umzuziehen. Dort wäre das Abstandhalten kein Problem. „Aber wir spielen nun mal im Kammerbühnenformat ohne Headsets und andere Technik vor 50 bis 70 Zuschauern. Davon wollen wir möglichst nicht abweichen. Auf dieses Format sind die Stücke auch zugeschnitten“, sagt Stephanie Kammer.

Bangen um freie Kunstszene in Herzberg

Die Theatergruppe freut sich jetzt auf 2021. „Das Stück werde ich auf das aktuelle Zeitgeschehen anpassen. An regionalen Spitzfindigkeiten und Nadelstichen wird es auch 2021 nicht mangeln“, versichert die Herzbergerin weiter.
Verkaufte Karten können jederzeit in der BücherKammer zurückgegeben werden. Der Preis wird erstattet. Die Karten können nicht in das nächste Jahr mit „rüber“ genommen werden. „Weil wir einfach nicht wissen, wie es weiter geht und was uns nächstes Jahr erwartet“, so Stephanie Kammer. Insgesamt, so sagt sie, bange sie um die freie Kunstszene in Elbe-Elster.