Von Rico Meißner

Aus einem weit gestreuten Umkreis und sind sie gekommen: die Freunde von historischen Fahrzeugen aller Art. Zum bereits elften Mal gab es den „Oldtimertreff“ im Dorf. Auf dem Dorfanger und auf dem Hof von Organisator Wilfried Heinrich versammelte sich am Samstag alles, was als historisch gilt. Das Spektrum reichte dabei von Kutschen aus dem 19. Jahrhundert über Motorräder und Autos bis hin zu Traktoren.

„Wir haben einen festen Besucherstamm, der immer wieder kommt“, resümiert Heinrich, selbst leidenschaftlicher Sammler. „Es sind meistens so zwischen siebzig und neunzig Fahrzeuge.“ Er, der gemeinsam mit Fred Schulte die Veranstaltung auf die Beine stellt, ist glücklich mit seinem Hobby. Etwa dreißig Fahrzeuge hat er wieder aufgebaut, gemeinsam mit Sohn Carsten. „Vieles ist nur Schrott, wenn wir es bekommen“, meint der. Fotos belegen das deutlich. „Dann geht es ans Zusammenbauen und vorher gilt es  natürlich nach Teilen zu suchen, dabei vieles über das Internet.“ Auch seine Kinder sind bereits am Schrauben interessiert.

Viele der Aussteller und Besucher sind älteren Semesters, nicht aber beispielsweise Robin Brand aus Herzberg. Der Achtzehnjährige ist mit einer MZ ES/1, Baujahr 1972, beim Treffen dabei. „Oldtimer faszinieren mich einfach“, sagt er. „Und ich schraube einfach gerne. Die Maschine hier  habe ich aus lauter Einzelteilen wieder zusammengesetzt.“ Auch hier wieder ein Bild zum Beweis. Das, was man darauf erkennt, sieht für den Laien einfach wie ein Haufen Schrott aus.

Einen etwas weiteren Anreiseweg als Brand hatte da Rolf Behnke. Er kam aus Pirna, mit seinem Trabant Tramp, Baujahr 1982. „Ich bin eigentlich bei jedem Treffen, das irgendwie in der Nähe ist. Hier bin ich heute aber zum ersten Mal.“ Viereinhalb Jahre habe es gedauert, bis er sein Fahrzeug komplett fertig bekam. Es ist ein Schmuckstück geworden, wie so viele andere vor Ort auch.

Rund um die Fahrzeuge herrschte indes so etwas wie Dorffeststimmung. Musik, Verpflegung und Kinderunterhaltung rahmten die Fachsimpeleien unter den Fans ab. Für Wilfried Heinrich steht fest, dass es diese Veranstaltung auch zukünftig geben soll. Und wenn er es irgendwann nicht mehr organisieren kann, dann müssen eben der Sohn und später die Enkel ran.