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Tarifeinigung für Seniorenzentrum erzielt

Elbe-Elster. Bei den Tarifverhandlungen mit der Seniorenzentrum "Albert Schweitzer" gGmbH im Landkreis Elbe-Elster ist für die rund 300 Beschäftigten eine Tarifeinigung erzielt worden. Rückwirkend ab Januar 2017 erhalten die Beschäftigten demnach 2,5 Prozent mehr Entgelt. pm/blu

Ab Januar 2018 wird das Entgelt um weitere zwei Prozent erhöht.

Beispiele: Bei einer dreijährigen Berufserfahrung erhält eine Pflegefachkraft aktuell ein Stundenentgelt in Höhe von 13,38 Euro (bei Vollzeit pro Monat 2327,34 Euro). Bei Pflegefachkräften mit mindestens 17jähriger Beschäftigungszeit beträgt das Stundenentgelt 15,91 Euro (bei Vollzeit pro Monat 2767,68 Euro). Diese Entgelte erhöhen sich zum 1. Januar 2018 um weitere zwei Prozent.

Nach dem nun gültigen Tarifvertrag werden neben den Zeitzuschlägen für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit Schichtzulagen bis zu 105 Euro pro Monat (bei Teilzeit anteilig) und eine Jahressonderzahlung (Weihnachtsgeld) in Höhe von 67,5 Prozent des durchschnittlichen Monatsentgeltes gezahlt. Die Beschäftigten erhalten darüber hinaus eine im Tarifvertrag vereinbarte betriebliche Altersversorgung.

Der neue Tarifvertrag kann frühestens zum 31. Dezember 2018 gekündigt werden, so dass die nächsten Tarifverhandlungen spätestens im Januar 2019 wieder aufgenommen werden können.

"Mit dem neuen Tarifvertrag ist eine weitere Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der stationären und ambulanten Pflege gelungen. Die Beschäftigten haben durch ihre Mitgliedschaft in der Gewerkschaft ver.di ermöglicht, dass Tarifverhandlungen geführt werden können", so Ralf Franke, ver.di-Verhandlungsführer aus Cottbus. "Nur durch gute Tarifverträge und einen gesetzlich geregelten Personalschlüssel können die Pflegeberufe in der Kranken- und Altenpflege, in den Krankenhäusern und in der Behindertenhilfe attraktiver gestaltet werden", so Franke weiter.

Die Seniorenzentrum Albert-Schweitzer gGmbH betreibt in Finsterwalde, in Doberlug-Kirchhain und in Herzberg jeweils ein Pflegeheim sowie jeweils eine ambulante Krankenpflege.