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Syrischer Friseur nach Gewalttat weiter in U-Haft

Eingetretene Tür im Friseursalon von Ilona F.
Eingetretene Tür im Friseursalon von Ilona F. FOTO: Rudow
Herzberg/Cottbus. Ein syrischer Friseur, der vor zwei Wochen in Herzberg seine Chefin mit einem Rasiermesser erheblich verletzt haben soll, bleibt weiter in Untersuchungshaft. Das bestätigte auf Nachfrage der Cottbuser Oberstaatsanwalt Gernot Bantleon. Simone Wendler

Der 39-jährige Mohammad H. habe in seinen Vernehmungen den Angriff auf die 64-Jährige nicht bestritten und sich auch zu seinen Motiven geäußert. Die sollen in der persönlichen Beziehung zwischen dem Syrer und der Friseurmeisterin zu suchen sein. Die Staatsanwaltschaft macht dazu keine näheren Angaben.

Gerüchte, die in Herzberg verbreitet werden, wonach Mohammad H. in Drogengeschäfte verwickelt gewesen sein soll, weist die Ermittlungsbehörde indes zurück. Davon sei nichts bekannt, so die Cottbuser Staatsanwaltschaft.

Der syrische Familienvater aus Damaskus hatte vor einem Jahr im Herzberger Friseursalon die Arbeit aufgenommen. Ihm wurde von der Inhaberin auch eine Wohnung im Haus vermietet.

Die Friseurmeisterin hatte Schnittverletzungen an Hals, Brust und Bauch davongetragen. Sie ist inzwischen wieder zu Hause. Ihr Ehemann hatte berichtet, dass es seit Wochen Spannungen mit dem syrischen Mitarbeiter gegeben habe. Die Staatsanwaltschaft Cottbus ermittelt gegen Mohammad H. wegen versuchten Mordes. Ihm droht eine sehr lange Haftstrafe.