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| 08:01 Uhr

Syrer sagt nach Messerangriff in Herzberg aus

Eingetretene Tür im Friseursalon von Ilona F.
Eingetretene Tür im Friseursalon von Ilona F. FOTO: Rudow
Herzberg. Rund eine Woche nach der Messerattacke eines syrischen Friseurs auf seine Chefin gehen die Ermittlungen der Polizei zu dem Herzberger Fall weiter. Der Verdächtige ist offenbar zur Aussage bereit. bob

Auf RUNDSCHAU-Nachfrage bestätigt Oberstaatsanwalt Gernot Bantleon, dass der Syrer (39) sich bei den Vernehmungen durch die Polizei zum Fall geäußert hat. Ob er dabei ein Geständnis abgelegt hat oder wie seine Schilderung des Falles aussieht, verrät die Staatsanwaltschaft aufgrund der laufenden Ermittlungen nicht.

Das Opfer, die 64-jährige Chefin des Mannes, ist nach dem Angriff mittlerweile vernehmungsfähig. Ein erstes Gespräch mit den Ermittlern habe bereits stattgefunden, berichtet Bantleon. Eine weitere Befragung sei geplant.

Die Friseurin hatte den Syrer im vergangenen Jahr angestellt und zunächst gute Erfahrungen mit ihrem Mitarbeiter gemacht. Der Fall galt als gelungenes Beispiel für die Integration eines Flüchtlings. Was dann am vergangenen Mittwoch in Herzberg geschah, gibt vielen vor Ort noch immer Rätsel auf.

Laut Staatsanwaltschaft ging Mohammad H. etwa um 18.30 Uhr mit einem Rasiermesser auf seine Chefin los und verletzte sie an Bauch und Hals. Ein anderer Syrer (22) ging dazwischen und verhinderte so möglicherweise Schlimmeres. Die Friseurmeisterin wurde ins Krankenhaus gebracht, befand sich aber nicht in Lebensgefahr, wie die Staatsanwaltschaft bestätigte.