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Streit nach dem Moienmarkt in Schlieben

Schlieben.. Eigentlich waren alle mit dem 410. Moienmarkt in Schlieben am vergangenen Wochenende zufrieden: die Schliebener mit ihrer neu gewählten Moie Anja Arndt aus Wehrhain, die Schausteller und Händler mit dem Umsatz und die Schliebener und Gäste mit dem Volksfest insgesamt. Thomas Seifert


Doch einer war nicht sehr glücklich. Sylvio Groba rief wenige Tage nach dem Fest die RUNDSCHAU an und, machte seinem Ärger Luft. Der junge Mann ist Sänger der Gruppe „Target“ , die am vergangenen Samstagabend auf der Freilichtbühne in Schlieben ihr Konzert gegeben hatte. „Was wir nach dem Konzert erlebt haben, ist uns noch nicht passiert“ , sagt er ziemlich erregt am Telefon. „Und wir kommen im ganzen Land herum. Sind schon in vielen Städten und Dörfern bei Heimatfesten aufgetreten.“ Der ganze Abend sei in die Hose gegangen.
Was war passiert„ Überall hätten die Zuschauer Zugang gehabt. Nichts sei richtig abgesperrt gewesen. Außerdem sei die Stromversorgung kurzfristig zusammengebrochen. Unbekannte hätten einige CD's aus dem Koffer gestohlen. Und die Reifen am Auto des Schlagzeugers seien auch zerstochen worden. „Im Vertrag wurde uns zugesichert, dass ausreichend Sicherheitsleute vor Ort für Ordnung sorgen, aber niemand war da“ , sagt Sylvio Groba weiter. Die CD's für die Disco hätten sich die „Target“ -Musiker dann bei Freunden und Bekannten ausborgen müssen, um überhaupt Musik abspielen zu können.

Vertragsstrafe angedroht
Und nun habe die Organisatorin des Moienmarktes, Bettina Ziegner, der Band noch mit einer Vertragsstrafe gedroht mit folgender Begründung: Die nach dem Konzert stattfindende Disco, die bis zum Sonntagmorgen 6 Uhr geplant gewesen und für die die Band auch vertraglich verpflichtet war, sei schon Stunden vorher abgebrochen worden. „Das kann doch nicht sein“ , empört sich Sylvio Groba. Zum einen keine richtigen Sicherheitsvorkehrungen, zum anderen eine Vertragsstrafe.
Genau so sauer wie Sylvio Groba ist aber auch Bettina Ziegner. „Ich habe schon mit Sylvio Groba gesprochen“ , sagt Bettina Ziegner. Auch ihr ist der ganze Vorfall nicht sehr angenehm. Die Band habe die volle Gage bekommen, trotz des frühzeitigen Disco-Endes.
Auch Schliebens Amtsdirektorin Iris Schülzke hatte von dem Streit zwischen „Target“ und Bettina Ziegner gehört. „Die Bereitschaftsdienste waren doch die ganze Zeit da“ , so die Amtsdirektorin, die sich zudem noch über die „üblen“ Beschimpfungen von Sylvio Groba ärgert. „Die bekommen hier bestimmt keinen Vertrag mehr“ , so ihre Entscheidung.
Zwei Seiten - zwei Meinungen. Doch wer hat Recht“ Am RUNDSCHAU-Telefon nahm Bettina Ziegner Abstand von ihrem Vorhaben, der Band eine Vertragsstrafe aufzubrummen. Und auch Sylvio Grabo wollte noch einmal in den kommenden Tagen mit Bettina Ziegner telefonieren. „Wir haben keine Lust auf Streitereien“ , sagte der „Target“ -Sänger.

Klärendes Gespräch
Vielleicht kann ja ein klärendes und ruhiges Gespräch zwischen Bettina Ziegner auf der einen und Sylvio Groba auf der anderen Seite die Unklarheiten beim Schliebener Moienmarkt ganz aus dem Weg räumen.