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Straßenschäden nach Umleitung
Reparaturen lassen auf sich warten

Falkenberg. Schäden an der Umleitungsstrecke über Schmerkendorf, Falkenberg, Kölsa und Rehfeld sind noch immer nicht behoben. Stadtverantwortliche fordern baldiges Handeln ein. Von Sylvia Kunze

Vier Monate sind inzwischen schon wieder ins Land gezogen, ohne dass mit dem Beseitigen von Schäden entlang der Straßen begonnen wurde, die im Vorjahr von September bis November gute sieben Wochen lang als Umleitungsstrecke herhalten mussten. Während an der B 183 gebaut wurde, rollte der Verkehr nämlich über Marxdorf, Schmerkendorf und weiter durch Falkenberg, Kölsa, Rehfeld und Döbrichau.

Das blieb nicht folgenlos. „In Mitleidenschaft gezogen wurde im Ortsteil Schmerkendorf (L 672) ein Teilstück des Gehweges von der Ecke Liebenwerdaer Straße zur Hauptstraße bis etwa Feuerwehr. Hier wurde offensichtlich der Gehweg zum Ausweichen bei Lkw-Gegenverkehr genutzt. An der L 60 wurde die Entwässerungsrinne des Parkplatzes vor dem Mehrzweckgebäude Gaststätte ,Zum Hufschlag’/Feuerwehr im Ortsteil Rehfeld beschädigt“, benennt Lutz Krille, Mitarbeiter des Bauamtes der Stadt Falkenberg, die größten Schadstellen. Weitere Schäden seien hauptsächlich, so Krille in der Auflistung weiter, „im Bereich der Bankette und Straßenränder zu verzeichnen, aber auch Teile des Asphalts sind, gerade im Fahrbahnrandbereich der L 60, in Mitleidenschaft gezogen.“

Für den Falkenberger Stadtverordneten und Kölsaer Ortsvorsteher Holger Ulbricht ist es ein Unding, dass vier Monate später noch nicht ansatzweise mit dem Ausbessern der Schäden begonnen wurde. „Wetter dafür wäre durchaus gewesen“, schimpft er mit Blick auf die lange anhaltenden wärmeren Temperaturen (mal abgesehen von dem kurzfristigen Kälteeinbruch in den zurückliegenden Tagen). „Es ist völlig unbefriedigend, wie schleppend da gearbeitet wird“, kritisiert Ulbricht. „Man sieht, dass im Randbereich der in Mitleidenschaft gezogenen Straßen Risse entstanden sind. Lass’ da mal Feuchtigkeit und Frost reinkommen, da wird die Sache noch schlimmer“, fürchtet er. Und dass die wiederum daraus resultierenden Schäden eben nicht mehr so einfach zu beheben seien.

Die Verantwortlichen im Falkenberger Stadt-Bauamt kommen nicht weiter. Man habe mehrmals nachgefragt, versichert Bauamtsleiterin Gundula Manigk. „Zum genauen Ausmaß der Schäden, zu den Kosten und zum Reparaturbeginn oder zum Ablauf der Reparaturen kann nur der zuständige Baulastträger, der Landesbetrieb Straßen Brandenburg, detaillierte Auskunft geben“, verweist Lutz Krille auf die Verantwortlichen. Er berichtet, dass es nach Abschluss der Arbeiten an der B 183 und dem Aufheben der Umleitungsstrecke eine gemeinsame Begutachtung der Schäden vom Landesbetrieb und den Zuständigen von sächsischer Seite geben habe, zu der auch die Stadt eingeladen war. Dabei sei die Umleitungsstrecke abgefahren worden und Schäden seien dokumentiert worden. Eine ähnliche Befahrung und Dokumentation von Schadstellen hatte es schon vor Beginn der Umleitung durch das Landesamt für Straßen und Verkehr Sachsen gegeben.

Beide Kontrollen sollten danach verglichen, ausgewertet und zur Basis der auszuführenden Reparaturarbeiten werden. „Aber die Auswertung ist noch nicht auf dem Stand, auf dem sie sein sollte“, räumt Mario Sasse, Leiter der Straßenmeisterei in Herzberg ein. „Wir sind da dran, denn wir sehen auch die Gefahr, dass zu den Schäden aufgrund des Wetters noch weitere dazukommen“, sagt er, „aber uns liegen die Auswertungen aus Sachsen bis jetzt nicht vor“. Die Sachsen seien insofern maßgeblich, weil das Land der Auftraggeber für die Arbeiten auf der B 183 war und die an der Umleitungsstrecke entstandenen Schäden regulieren muss. Über einen Finanzrahmen habe man sich ebenfalls noch längst nicht geeinigt, schiebt Sasse nach. Bis zum Beginn der Reparaturen könne es deshalb weitere Wochen dauern.

„Das können wir so nicht hinnehmen“, ärgert sich der Falkenberger Bürgermeister Herold Quick. „Wir machen jetzt schriftlich Druck und wollen Termine hören, wie es weitergeht“, hat er wissen lassen.