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Strandfest-Sonntag bessert die Bilanz noch einmal auf

Mittendrin – das gefällt Stargast Leonard ebenso wie dem Publikum selbst. Der Sänger aus der Schweiz lässt schunkeln, mitsingen und tanzen.
Mittendrin – das gefällt Stargast Leonard ebenso wie dem Publikum selbst. Der Sänger aus der Schweiz lässt schunkeln, mitsingen und tanzen. FOTO: sk
Falkenberg. Der dritte und letzte Strandfesttag hat es noch einmal in sich. Das Familienprogramm lockt viele Besucher an den See und bessert die Gesamtbilanz deutlich auf. Sylvia Kunze

Der Sonntag hat alles das, was sich Organisatoren eines Festes wünschen: strahlende Sonne und dennoch nicht zu warm sowie ein buntes Programm, das sich seit ein paar Jahren in Falkenberg beim Strandfest immer mehr zu einem Familienprogramm gemausert hat. Mit Erfolg. Schon ab dem Vormittag füllt sich der Platz vor der Bühne zusehends. Die Schliebener Musikanten haben sozusagen leichtes Spiel. Da wird geklatscht, im Takt mitgeschunkelt und das eine oder andere Tänzchen gewagt. Auch rundherum ist das Strandfestleben erwacht. Die Mitglieder vom Modellflug-Club-Herzberg lassen die ersten Modelle in der Luft und auf dem Wasser ihre Runden drehen und werden immer wieder von Interessierten angesprochen.

Das Geldsacktauchen hat diesmal die Sparkasse Elbe-Elster übernommen. Für viele Kinder ist das ein Angebot, auf das sie schon seit Festbeginn warten. Binnen kurzer Zeit sind alle Geldsäckchen gefunden.

Die Blasmusik hat inzwischen gewechselt. Im Eiscafé Bönisch spielt jetzt die Kapelle "No name", während auf der Bühne die Vorbereitungen für das Nachmittagsprogramm beginnen. Durch das führt Daniella Rossini. Die Sängerin hat zur Unterstützung noch Artisten und ein Showballett mitgebracht. Kurzweilig vergeht die Zeit. Und schon steht Stargast Leonard auf der Bühne. Der Schweizer, der vor einigen Jahren schon einmal im Falkenberger Haus des Gastes aufgetreten ist, erobert die Herzen des Publikums im Sturm. Schnell hält es seine größten Fans nicht mehr auf den Plätzen und die Fläche vor der Bühne füllt sich. Mit Ausflügen ins Publikum schafft der Entertainer zusätzliche Nähe, singt Hit um Hit und dem Ende des diesjährigen Strandfestes entgegen.

Aufatmen derweil bei Kathrein Grelle und Rene Schulze. Die beiden Mitarbeiter des Hauses des Gastes hatten mit die Hauptlast der Organisation zu schultern. Alles hat geklappt und lief ohne Pannen oder unliebsame Zwischenfälle ab. Bürgermeister Herold Quick und Marion Casper als Chefin vom Erholungsgebiet "Kiebitz" sind sich einig, dass es ein schönes Fest war. So wie die Einwohnerzahl der Stadt sinke, sinke auch kontinuierlich die Zahl der jährlichen Besucher des Festes, weiß Marion Casper. Mit Festen vor zehn Jahren dürfe man das jetzige deshalb nicht vergleichen, auch nicht mit dem des Vorjahres, als das Jubiläumsprogramm besonders zog.

"Ich hatte an der Hauptkasse am Samstag gar kein so schlechtes Gefühl. Auch heute lief es gut. Warten wir die Abrechnung ab", sagt die städtische Finanzchefin. So sieht es auch der Bürgermeister. Schlechtreden sei aus seiner Sicht nicht angebracht. Bei der Organisation so eines Festes schwinge immer ein Risiko mit. "Wir wollen aber auch im Programm auf nichts verzichten", macht er den hohen Anspruch deutlich, dem sich die Veranstalter immer wieder stellen. "Das Fest hatte viele schöne Momente. Und das zählt. Darauf kommt es an", sagt Herold Quick.