Eine illegale Fahrt mit einem tonnenschweren Autokran durch zwei Bundesländer kostet die betreffende Firma mehr als 10.000 Euro. Das teilte die Polizei in Neubrandenburg am Donnerstag mit.
Verantwortlich sei der 44-jährige Kranführer der Firma aus dem Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg. Der rund 100 Tonnen schwere Kranwagen war Beamten des zuständigen Autobahnpolizeireviers Altentreptow vor wenigen Tagen bei Arbeiten im Windpark Grapzow (Mecklenburgische Seenplatte) aufgefallen.
Eine Kontrolle ergab: Der Schwerlastkran war vom 1. zum 2. November dieses Jahres ohne eine Genehmigung zu beantragen von Lübeck über die Autobahn 20 nach Grapzow bei Altentreptow gefahren. Dabei hatte der 44-jährige Fahrer auch die Behelfsbrücke der A 20 bei Tribsees passiert, die für solche Belastungen nicht ausgelegt sei.

Behelfsbrücke an der A 20 wird auf Schäden geprüft

Spezialisten prüften nun, ob die Behelfsbrücke an der A 20-Baustelle Schäden aufweist. Bei der Kontrolle seien weitere Mängel am Fahrtenschreiber festgestellt worden. Gegen das Unternehmen wurde ein Bußgeld verhängt. Damit müsse die Firma im Zuge der „Vermögensabschöpfung“ mindestens ihren Gewinn aus dem Auftrag in Grapzow abgeben.
Dies seien mehr als 10.000 Euro. Gegen den Fahrer werde ebenfalls ermittelt. Das Fahrzeug durfte erst fünf Tage später weiterfahren – dann aus Sicherheitsgründen mit Begleitung.
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