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| 19:01 Uhr

Weihnachtsmärkte in der Region Herzberg
Stollengeld für neue Pyramidenfarbe

Die Akteure des Weihnachtsoratoriums in Falkenberg konnten sich über eine voll besetzte Jesus-Christus-Kirche freuen und die Zuhörer in angemessene weihnachtliche Stimmung versetzen.
Die Akteure des Weihnachtsoratoriums in Falkenberg konnten sich über eine voll besetzte Jesus-Christus-Kirche freuen und die Zuhörer in angemessene weihnachtliche Stimmung versetzen. FOTO: Rico Meißner
Falkenberg. Am dritten Adventswochenende standen die Weihnachtsmärkte in Falkenberg und Schönewalde an. Von Rico Meißner und Birgit Rudow

. Am vergangenen Wochenende war es nun unter anderem auch an Falkenberg, die vorweihnachtliche Stimmung in der Region mit einem Weihnachtsmarkt anzuheben. Die Stadt setzte, wie schon im letzten Jahr, auf ihr bewährtes Konzept. Hauptanlaufpunkt für alle kleineren Besucher war auch diesem Jahr der Weihnachtsmannbesuch, begleitet von den kleinen Engeln Stella und Olivia. Zuvor jedoch war der fast drei Meter lange und rund 30 Kilogramm schwere Weihnachtsstollen der Bäckerei Getzschmann unter die Besucher gebracht worden. Die über 130 Euro an Einnahmen sollen diesmal dem Falkenberger Karnevalsverein zugute kommen.

Im Haus des Gastes gab es erneut einen Trödelmarkt unter dem Motto  „Rund ums Kind“. Hier war von Kleidung über Bücher und Spielzeug bis hin zu Kinderwagen einiges zu ergattern. Auf der Bühne sorgte der Städtische Hort derweil für Beschäftigung. „Die Kinder können hier jede Menge weihnachtliche Dekoration basteln“, so Kathleen Roch vom Hort. „Außerdem können sie ihre Wunschzettel schreiben und in den Wunschbriefkasten einwerfen. Die Resonanz ist gut, es ist ein ständiges Kommen und Gehen“, war sie zufrieden Im kleinen Saal nebenan lief währenddessen das „Weihnachtskinderkino“, unter anderem mit dem Film „Lauras Stern“.

Wie immer war der Besuch des „bärtigen Alten“ mit dem roten Mantel und seinen Engeln einer der Höhepunkte für die kleinen Besucher beim Falkenberger Weihnachtsmarkt.
Wie immer war der Besuch des „bärtigen Alten“ mit dem roten Mantel und seinen Engeln einer der Höhepunkte für die kleinen Besucher beim Falkenberger Weihnachtsmarkt. FOTO: Rico Meißner

Im Foyer verkaufte Ramona Heide den neuen Heimatkalender. „Der Absatz läuft sehr gut. Ich denke, wenn überhaupt noch etwas übrigbleibt, sind das nur kleinere Restbestände.“ Die können dann aber noch im Stadtarchiv und im Haus des Gastes zu den Sprechzeiten erworben werden.

Bei den zahlreichen Versorgungsständen auf dem Vorplatz waren auch die angehenden Abiturienten des Oberstufenzentrums der Stadt und des Philipp-Melanchthon-Gymnasiums Herzberg vertreten. „Wir planen unsere Abschlussfeier hier im Haus des Gastes. Der Erlös vom Weihnachtsmarkt soll mit zur Finanzierung von Buffet, Dekoration und Musik beitragen“, umriss es Johanna Kuna. Fast wortwörtlich war es so auch am Falkenberger Stand zu hören. Zum ersten Mal war auch die Tierhilfe Südbrandenburg e.V. mit einem Ausschank vertreten. „Wir brauchen ja immer Geld für unsere Tiere, die sich zur Zeit in Pflegestellen befinden“, sagte Undine Schwarick. Pflegestellen heißt, dass Privatpersonen die Tiere bis zur Weitervermittlung betreuen. Auch besteht weiterhin das Ziel, ein neues Tierheim zu errichten.

Ausgeklungen ist der Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz in Schönewalde am Sonntagabend mit weihnachtlichen Trompetenklängen der Musiker Friedemann Könitz, Ronald Wolfsteller und Ralf Kube (v.l.) .
Ausgeklungen ist der Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz in Schönewalde am Sonntagabend mit weihnachtlichen Trompetenklängen der Musiker Friedemann Könitz, Ronald Wolfsteller und Ralf Kube (v.l.) . FOTO: Dieter Müller

Pünktlich um 17 Uhr wurde es dann in der evangelischen Kirche richtig festlich. Unter der Leitung der Herzberger Kantorin Solveig Lichtenstein waren in der voll besetzten Kirche die Kantaten eins bis drei des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach zu hören. Es war eine wahrlich festliche Aufführung, und damit standen feierliche und ruhige Stimmung einerseits und Trubel an den Glühweinständen andererseits friedlich nebeneinander.

Am Sonntagnachmittag öffnete dann auch der Schönewalder Weihnachtsmarkt seine Pforten. Begonnen hat das dritte Adventswochenende in der Stadt aber schon am Freitagabend mit dem Weihnachtskonzert der „Grundschulspatzen“ und von Schülern der Kreismusikschule „Gebrüder Graun“. Traditionell war die Aula der Schule sehr gut besucht. Eine Premiere gab es am Samstagabend mit dem vom Kulturverein inszenierten Tanz unter dem Weihnachtsbaum auf dem Markt. Der eine oder andere Glühwein und natürlich das Tanzen zu weihnachtlichen Discoklängen halfen über die Kälte hinweg. Vereinschef Tobias Weber war zufrieden. „Etwa hundert Leute waren da“, sagt er.

Den „richtigen“ Weihnachtsmarkt eröffnete Sonntag Bürgermeister Michael Stawski mit dem Anschnitt des Stollen von der Bäckerei Wille. Der Erlös aus dem Stollenverkauf soll für die Restaurierung der Pyramide eingesetzt werden. Das Schmuckstück, das jedes Jahr zum ersten Advent angeschoben wird, braucht mal frische Farbe.