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| 01:02 Uhr

Stellvertreter-Wahl des Stellvertreters vertagt

Schönewalde.. Seit 1. Dezember ist Bürgermeister Dr. Karl Kuba durchgängig krank, und so viel ist bekannt, möchte er auch aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig seine Tätigkeit aufgeben. Entsprechende Verfahren laufen derzeit. Gabi Zahn

Erst wenn die Ergebnisse bekannt sind, kann die Stelle öffentlich ausgeschrieben werden. Kämmerin Irene Kluge, die ihn in seiner Abwesenheit vertritt, teilte am Mittwochabend den Abgeordneten mit, dass bisher alle Termine im und auch außerhalb des Hauses wahrgenommen und alle Bürgermeister-Aufgaben erfüllt wurden.

„Bisher alles abgearbeitet“
„Es läuft alles gut, und alle anstehenden Dinge werden abgearbeitet“ , bekundete sie.
Aus dieser Situation heraus sei es jedoch notwendig, dass man einen Stellvertreter des stellvertretenden Bürgermeisters wählen müsse, der sie gegebenenfalls vertritt. Das wäre insbesondere im Urlaubs- oder Krankheitsfall notwendig. Von ihr wurde für diesen Posten Christiane Knese vorgeschlagen, die dem Hauptamt der Stadtverwaltung vorsteht.
Die Abgeordneten fühlten sich von der Plötzlichkeit der Wahl wohl etwas überfahren. Der Tagesordnungspunkt war erst zu Beratungsbeginn vorgebracht worden. Nach einiger Diskussion forderte Michael Stawski, der in Vertretung des Stadtverordneten-Vorstehers Christian Bauer die Sitzung leitete, auf, zur Sache zu kommen. Auf eine offene Wahl konnte man sich nicht einigen. Die Abgeordnete Evamaria Riethdorf war dagegen.
Christiane Knese hatte daraufhin begonnen, Wahlurne und -zettel vorzubereiten, konnte aber schon bald wieder damit aufhören, denn einigen Abgeordneten fehlten Alternativen. Der Tenor: Wenn wir wählen, dann müssen wir auch etwas zu wählen haben.
Laut Gemeindeordnung, die von Christiane Knese zitiert wurde, darf aber nur ein Fachgebietsleiter als zweiter stellvertretender Bürgermeister gewählt werden. Das wären neben ihr auch Thomas Kräuter vom Bauwesen und Heinz Mieth, Leiter des Ordnungs- und Sozialwesens. Beide waren zugegen.

Alternativen gefordert
So schnell mit dieser Sache konfrontiert, konnten und wollten die Amtsleiter jedoch keine Bereitschaft bekunden, zumal auch die Abgeordneten nicht entschlossen waren, eine der Personen als Alternative auf die Liste zu setzen. Offensichtlich war noch reichlich Beratungsbedarf. Das allgemeine Schulterzucken wurde von Michael Stawski damit beendet, dass er den Tagesordnungspunkt zurückzog.
Zur nächsten Sitzung im Februar soll nun die Wahl vollzogen werden. Bis dahin wollen sich die Fraktionen einig sein, ob man weiterhin eine geheime Wahl wünscht und ob es zu Christiane Knese noch eine Alternative geben soll.