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| 13:10 Uhr

Aus der Stadt
Statt Bibliothek bald Bücherbus in Falkenberg?

Falkenberg. Unter Lesern der Falkenberger Bibliothek regt sich Ärger. Weil die Verlängerung der Ausweise aktuell nur noch bis Jahresende erfolgt, schwant den Nutzern nichts Gutes. Monika Skowronek hat am Rundschau-Telefon ihrem Frust Platz gemacht: „Ich fände es furchtbar, wenn die Bibliothek geschlossen würde. Von Sylvia Kunze

Ich brauche ein Buch in der Hand“, sagte sie.

Wie steht es also um die Zukunft der Falkenberger Bibliothek? Amtsleiterin Andrea Wagenmann bestätigt auf Nachfrage, dass man über die Schließung der städtischen Einrichtung nachdenke. Ein entsprechender Beschluss werde in der nächsten Sitzungsrunde vorgelegt und diskutiert.  Es gebe mehrere Gründe, sagt sie. Der Personelle: Die Bibliothekarin werde aus dem Dienst ausscheiden. Der Räumliche: Die Schule benötige aufgrund steigender Schülerzahlen dringend Räume. Alternativvarianten stünden entgegen erster Überlegungen nicht zur Verfügung. Der Backsteinbau am Verwaltungsstandort in der Innenstadt sei aktuell noch mit Kita-Kindern belegt, danach würde er für das neu zu schaffende Verwaltungsmodell der Kurstadtregion benötigt. Und außerdem, so Andrea Wagenmann, glaube man, mit dem Bücherbus, der im Drei-Wochen-Rhythmus die Stadt anfahren und vermutlich an zwei Standorten halten werde, eine gute Alternativlösung gefunden zu haben. Vom Angebot her sehe man jedenfalls keine Verschlechterung.

Nicht anders argumentiert Bürgermeister Herold Quick. Er führt zudem an, dass die Leserzahlen überhaupt nicht mehr zufrieden­stellen. Weniger als 200 Nutzer seien nur noch registriert. Ihre Zahl sei seit Jahren stetig rückläufig. „Die neue Lösung muss nicht schlechter sein. Man sollte ihr eine Chance geben“, so Herold Quick. Und wer seine Meinung einbringen wolle, sei in die Abgeordnetensitzungen eingeladen.