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| 13:03 Uhr

Naturschutz
Star ist der Vogel des Jahres 2018

Amsel und Star im Dialog: Sind sie etwa futterneidisch?
Amsel und Star im Dialog: Sind sie etwa futterneidisch? FOTO: Dieter Lehmann
Falkenberg. Falkenberger Dieter Lehmann Naturschützer sieht den Singvogel in großer Gefahr. Von Dieter Lehmann

Der Naturschutzbund (NABU) und sein bayrischer Partner LBV (Landesbund für Vogelschutz) haben den Star zum „Vogel des Jahres 2018“ gewählt. Die Staren-Bestände  haben in den letzten Jahrzehnten allerdings stark abgenommen, so dass dieser Singvogel in Deutschland inzwischen auf der Roten Liste steht.

Der Star ist ein typisches Beispiel für den stillen Rückgang vieler Vogelarten, die einst häufig bei uns zu sehen und zu hören waren. Grund dafür ist der Verlust geeigneter Lebensräume. Durch die intensive landwirtschaftliche Nutzung von Wiesen und Feldern finden die Vögel nicht mehr genug Würmer und Insekten zum Fressen. Beeren tragende Hecken zwischen den Feldfluren sind vielerorts ebenfalls verschwunden. Werden alte Bäume mit Bruthöhlen entfernt, fehlt es an geeigneten Nistplätzen.

Deshalb haben sich Stare zunehmend in Dörfern und Städten angesiedelt. Nistkästen oder Hohlräume an Dächern und Fassaden werden zum Nestbau genutzt. In Parkanlagen, auf Friedhöfen und in Kleingärten finden sie Nahrung.

In Deutschland haben wir in nur zwei Jahrzehnten etwa eine Million Starenpaare verloren. Deshalb ist es dringend notwendig, dem Star durch praktische Maßnahmen des Naturschutzes zu helfen. Ich habe seit Jahren einen Starenkasten auf der Pergola meiner Terrasse installiert. Dort brüten sie und bereiten uns viel Freude, wenn mit Beginn der Frühlings ihre zwitschernden Gesänge zu hören sind. Und was besonders erstaunlich ist: Die Stare können die Rufe anderer Vögel und sogar Umgebungsgeräusche perfekt nachahmen.

Wenn ich an meinem Fenster stehe und bestimmte Pfeiftöne von mir gebe, dann antwortet der Star unter mir in gleicher Weise. Wir sind also praktisch Gesprächspartner.