In der Stadt Falkenberg hat man bereits über Jahre gute Erfahrungen damit gemacht, Kinder und Jugendliche in die Stadtpolitik mit einzubeziehen. Der Jugendbeirat arbeitet schon seit geraumer Zeit, hat Mitspracherechte in parlamentarischen Debatten und ist in Sitzungen regelmäßig mit zu Gast.

Spielplätze tragen Handschrift von Falkenberger Jugendbeirat

Selbst bei Bauvorhaben hat die junge Generation inzwischen Mitspracherecht. Der Spielplatz am Ludwig-Jahn-Sportkomplex trägt ihre Handschrift. Beim neu entstehenden Spielplatz in der Lindenstraße ist sie ebenfalls gefragt worden.

„Es hat auch einen Workshop gegeben, bei dem wir über Beteiligungsmöglichkeiten und Partizipation von Kindern und Jugendlichen in der Stadt gesprochen haben. Ein weiteres Thema waren Kinderrechte“, berichtet die Falkenberger Jugendkoordinatorin Silvia Jahnke.

Sie denkt über weitere Möglichkeiten der Mitgestaltung und Mitsprache nach. Eine Idee: ein Gespräch, zu dem die Schülersprecher und Schulleiter eingeladen werden um gemeinsam darüber zu reden, was Kinder und Jugendliche wollen. Sie hat genau so aber auch den Ortsbürgermeister im Blick. Den mal zu einem Runden Tisch einladen, schwebt ihr ebenfalls vor.

Möglichkeiten, sollte das Kontaktverbot in Corona-Zeiten denn wieder gelockert werden, gebe es. Schließlich ist der Jugendbeiratsraum inzwischen fertig und wird aus Sicht der Koordinatorin, mal abgesehen von der Zwangspause aufgrund der aktuellen Situation, noch viel zu wenig genutzt.

Zeit der Falkenberger Jugendlichen fürs Ehrenamt ist begrenzt

Überhaupt müsse man sich immer wieder neue Gedanken machen, wie der Jugendbeirat personell ausreichend stark gemacht werden könne. Die Beobachtung von Silvia Jahnke: Aufgrund der Angebote im Ganztagsunterricht in der Grund- und auch in der Oberschule in Falkenberg wird die Zeit für solches Ehrenamt bei den Mädchen und Jungen knapp. Da falle oftmals kontinuierliches und schlagkräftiges Agieren schwer. Aber dranbleiben will die Jugendkoordinatorin auf jeden Fall.