Die Ländliche Wählergruppe Kreisstadt Herzberg (LWG) hat auf der jüngsten Zusammenkunft der Herzberger Ortsvorsteher in Rahnisdorf ihren bisherigen Sprecher Helmut Boche verabschiedet und Gerd Rothaug zu seinem Nachfolger bestimmt. Helmut Boche war seit 2001 Sprecher der Gruppe, die im selben Jahr als Interessenvertretung der Ortsteile nach deren Eingemeindung gebildet worden war. Die Ortsvorsteher dankten Helmut Boche für dessen langjähriges Engagement.

Die LWG ist seit den Kommunalwahlen im Mai mit zwei Abgeordneten im Kreistag und mit acht Abgeordneten in der Herzberger Stadtverordnetenversammlung (SVV) vertreten. Sie ist damit die mit Abstand stärkste Kraft im Stadtparlament und will nicht nur die Ortsteile im Blick haben, sondern auch die Probleme der Kernstadt und der Stadt insgesamt.

„Wurstelei muss ein Ende haben“

Ein Schwerpunkt dabei sind die Stadtfinanzen. „Primäres Ziel der LWG ist es, den Haushalt der Stadt Herzberg zu konsolidieren und spätestens ab 2020 wieder einen genehmigungsfähigen Haushalt aufs Papier zu bringen. Die Wurstelei muss ein Ende haben“, meint Gerd Rothaug. Und Jens Ott, Fraktionsmitglied und Vorsitzender der SVV, versichert, dass es eigene Ideen dafür reichlich gebe. Allerdings könne auch die LWG nicht zaubern. Kreativität und Teamarbeit vor allem mit der Wählergruppe Herzberg zählt seien gefragt, so Rothaug. Die regelmäßigen Ortsvorsteherrunden sollen fortgeführt werden. In der jüngsten Runde wurden zum Beispiel Problemfelder wie dringende Investitionen oder das Thema Freiwillige Feuerwehren und der Gefahrenabwehrplan benannt. Positiv bewertet die Ländliche Wählergruppe Verbesserung der Schulsituation durch den Anbau an der Elsterlandgrundschule oder den Ausbau der Dresdener Straße, so Rothaug. Er und seine Mitstreiter wünschen sich künftig noch mehr Transparenz in der politischen Arbeit in Herzberg. Auf Bürgerversammlungen wollen sie das LWG-Konzept vorstellen. Außerdem will die LWG ihre Öffentlichkeitsarbeit neu ausrichten. „Dazu wird es zeitnah eine Internetseite geben und auch der Facebookauftritt soll wieder intensiver gepflegt werden“, so Sprecher Gerd Rothaug.