Die Bevölkerungsentwicklung lässt die Zahl der älteren Mitbürger im Vergleich zu der der Jüngeren stetig steigen. Alte sind demnach ein Gruppe, die mehr und mehr in das Blickfeld von Politik und Gesellschaft geraten (müssen) – es in der Stadt Herzberg aber womöglich noch nicht ausreichend sind. „Es gibt jedenfalls genug, was wir in unserer Stadt für die älteren Mitbürger machen müssten und zum Teil schon auf der Agenda haben. Aber ist das schon genug? Setzen wir die richtigen Akzente? Vielleicht sehen wir ja auch nicht alles“, sagt Karin Jage, Mitarbeiterin der Stadtverwaltung.

Erste hoffnungsvolle Ansätze

Gemeinsam mit Bürgermeister Karsten Eule-Prütz setzt sie deshalb auf ein sich etablierendes Senioren-Café. Erste hoffnungsvolle Ansätze waren schon zu verzeichnen. Das Café füllte sich mehr und mehr und wurde zu einem beliebten Treff – bis die Corona-Krise dazwischenkam und sich weitere Zusammenkünfte dieser Art (erst einmal) verboten.

Das Ziel dieses Angebotes ist nach Karin Jage jedenfalls klar umrissen: „Wir sind auf der Suche nach Ansprechpartnern, die aus diesen Jahrgängen kommen, für die wir uns noch stärker einsetzen wollen. Wir brauchen einen Seniorenbeirat in der Stadt.“ Bei den jüngeren Jahrgängen habe man bereits erfolgreich reagiert. Der Herzberger Jugendbeirat ist ins Leben gerufen und gegründet. Stadt und Abgeordneten erhoffen sich von ihm wertvolle Impulse bei der weiteren Arbeit. Analog wünschen sie sich das auch von den Senioren.

Senioren sind in Herzberger Ortsteilen schon gut organisiert

„In den Ortsteilen haben sich die älteren Jahrgänge schon gut organisiert, aber in Herzberg ist das leider noch nicht der Fall“, bilanziert Karin Jage. Sie hofft darauf, dass das Senioren-Café bald wieder seine Arbeit aufnehmen kann. Eingeladen ist dann grundsätzlich jede Frau und jeder Mann, der sich auf etwas Gemeinsamkeit freut.