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| 16:06 Uhr

Abfallentsorgung
Stadt muss Probleme in der Feld- und der Mittelstraße lösen

Diese Riesenpfütze in der Mittelstraße ist in diesem Winter schon Dauergast.
Diese Riesenpfütze in der Mittelstraße ist in diesem Winter schon Dauergast. FOTO: LR / Rudow
Herzberg. Der Abfallentsorgungsverband erklärt, warum er die Tonnen nicht wie gewohnt abholen konnte. Erster Vor-Ort-Termin war schon im August. Von Birgit Rudow

Weiterhin sorgt der unsägliche  Zustand der Mittelstraße in Herzberg für Aufregung. Loch an Loch, Pfütze für Pfütze. Die Anwohnerin Grit Regel hatte sich darüber kurz vor Weihnachten Luft gemacht. Zwischen den Feiertagen habe es wieder Probleme mit der Müllabfuhr gegeben, teilte sie der RUNDSCHAU erneut mit.

Auf ein ähnliches Problem hat die Leserin Doreen Lehmann aus der Feldstraße am RUNDSCHAU-Telefon aufmerksam gemacht. Auch dort seien im hinteren Bereich der Straße Tonnen nicht abgeholt worden, vor allem, weil der Wendehammer am Ende der Straße in einem so schlechten Zustand war, dass  die Entsorgungsfahrzeuge ihn nicht befahren konnten. Die Bürger mussten ihre Tonnen vor zur Kastenbreite bringen. „Doch darüber waren die meisten, vor allem Ältere, gar nicht informiert“, so Doreen Lehmann.

Die RUNDSCHAU hat sich nochmals mit der Stadtverwaltung und auch mit dem Abfallentsorgungsverband (AEV) „Schwarze Elster“ in Lauchhammer in Verbindung gesetzt.

Die Tonnen werden so lange geleert, wie eine gefahrlose Befahrung beider Straßen möglich ist, so Björn Naumann vom AEV. Dazu muss man wissen, dass sich laut Abfallentsorgungssatzung des Verbandes die Befahrbarkeit einer Straße aus den Vorschriften der Deutschen gesetzlichen Unfallversicherung für die Abfallwirtschaft ergibt. Sollte sie nicht gegeben sein, hat der AVE über einen anderen Ort zur Bereitstellung für die Abfälle, zum Beispiel einen Sammelplatz, zu entschieden.

Für den hinteren Bereich der Feldstraße hat der AVE so entschieden. Bis zum 20. Dezember wurde ein Sammelplatz in der Feldstraße / Ecke Kastenbreite eingerichtet. Laut Verband hat die Entsorgungsfirma Remondis geschildert, dass am Wendehammer die Löcher so groß und tief waren, dass weder die Tragfähigkeit des Untergrundes noch die Tiefe der Wasserlöcher einzuschätzen war. Beim Wenden würde das Vorderrad des Entsorgungsfahrzeugs bei vollem Lenkeinschlag mitten in diesem Wasserloch stehen. Die Gefahr, dass das Fahrzeug umkippt, wäre sehr hoch. Außerdem hätte auch die Gefahr der Beschädigung von Versorgungsträgern wie zum Beispiel von Abwasserschächten bestanden.

Laut AEV hat es einen ersten Vor-Ort-Termin von Stadt, Verband und Entsorger in der Feldstraße schon am 1. August vergangenen Jahres gegeben. Am 15. Dezember habe Remondis dem AEV erneut mitgeteilt, dass Feldstraße und Mittelstraße nicht befahrbar seien. Darüber sei die Stadt informiert worden, so Björn Naumann vom AEV. Im Dezember habe die Stadt dann mitgeteilt, dass sie durch das Aufbringen von Schotter eine Befahrbarkeit der Feldstraße wieder hergestellt hat. Für die Mittelstraße sei keine Lösung durch die Stadt möglich gewesen, so Björn Naumann. Aufgrund relativ günstiger Witterungsverhältnisse konnte dort die Entsorgung aber wie gewohnt durchgeführt werden.

Die Bürger in der Feldstraße und in der Mittelstraße möchten die Abfallentsorgung in ihrem Bereich aber nicht ständig davon abhängig machen, wie das Wetter ist, oder wann gerade Schotter auf den Wendehammer aufgetragen wurde. Sie möchten eine dauerhafte akzeptable Lösung.

Das sieht Bauamtsleiter Rüdiger Bader genauso. Was den Wendehammer in der Feldstraße betrifft, so wird dieser erneuert und befestigt, verspricht er. Schwieriger sei es in der Mittelstraße: „Nur immer wieder Schotter löst das Problem nicht, schon gar nicht bei der Riesenpfütze im Kurvenbereich“, sagt er. Das Problem sei, dass es hier keinerlei Entwässerung gebe. „Wir müssen individuelle Lösungen schaffen und werden uns erst einmal intern in der Verwaltung in den kommenden Tagen dazu unterhalten“, sagt Rüdiger Bader zur RUNDSCHAU.

Bei Anruf: Reporter 2c
Bei Anruf: Reporter 2c FOTO: LR / Janetzko, Katrin