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| 13:00 Uhr

Aus der Stadt
Falkenberg in der Insek-Findungsphase

Falkenberg. Das städtische Planungspapier wird vorbereitet. Große Inforunde für Interessierte am 28. März. Von Sylvia Kunze

Integriertes Stadtentwicklungskonzept (Insek) - was sich da so sperrig anhört, ist ein unerlässliches konzeptionelles Vorausdenken für die städtische Zukunft. Ohne einen solchen Plan, so hört man immer wieder, wird es voraussichtlich schon bald kaum noch Fördermittel abzugreifen geben. Und auch grundsätzlich kann es ja nie schaden, eine vage Idee von dem zu haben, was da kommt. Die Falkenberger Stadtverordneten haben deshalb das Erstellen eines Insek in Arbeit gegeben.

„Wir befinden uns mitten in der Findungsphase. Ideen und Vorschläge werden erarbeitet und abgewogen“, beschreibt der Falkenberger Bürgermeister Herold Quick den aktuellen Stand. Zu zwei Schwerpunkten hat es in den zurückliegenden Tagen Zusammenkünfte gegeben: zu Fragen der Wohnraumentwicklung in der Stadt und zu wirtschaftlichen Aspekten. Bei diesen wurde der Ist-Zustand dargelegt und erörtert, welche Probleme die großen Vermieter bzw. Vertreter der lokalen Wirtschaft für die kommenden Jahre sehen, welche Bedarfe sie aufmachen und in welche Richtung sich alles entwickeln könnte.

„Wir haben immer den Blick auf die prognostizierten Zahlen für 2030, und die muss man ernst nehmen“, sagt Herold Quick. Große Aha-Effekte hätte er da zum Beispiel gehabt, als er den Vergleich heute und 2030 bei den im Arbeitsprozess stehenden Einwohnern in der Stadt vor Augen geführt bekam. „Heute stehen 2200 Personen in Lohn und Brot. 2030 werden das laut Prognose nur noch etwa 1400 sei. Was bedeutet das? Welche Folgen ergeben sich daraus? Zum Beispiel hinsichtlich der Einbußen bei der Einkommenssteuer, mit der die Stadt rechnen muss. Da heißt es weiterzudenken. Und deshalb machen wir uns auch auf den Weg zum Zusammenschluss Kurstadtregion - damit wir im Verbund schlagkräftiger sein können“, sagt der Bürgermeister.

Eine erste öffentliche Vorstellung der bereits gebündelten Vorarbeit soll es am 28. März geben. Dann werden die beauftragten Planer ab 19 Uhr im Haus des Gastes über die Ausgangsbedingungen und bestehende Problemlagen berichten. Ziel der Veranstaltung ist, dass die Einwohner angeregt werden, Missstände und Defizite aufzuzeigen und damit den Planungsprozess zu qualifizieren. Je mehr mitreden und sich über die Zukunft der Stadt Gedanken machen, desto besser könne das Insek werden, ist Herold Quick überzeugt.