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| 12:19 Uhr

An der Brikettfabrik Louise
Spürbares Interesse an neuen Technologien in Domsdorf

Elektroantrieb war, egal ob auf zwei oder vier Rädern, ein vielinteressiertes Thema. Aber auch Gebäudesanierung und moderne Heizungsanlagen standen bei den Nachfragen der Besucher gut im Kurs.
Elektroantrieb war, egal ob auf zwei oder vier Rädern, ein vielinteressiertes Thema. Aber auch Gebäudesanierung und moderne Heizungsanlagen standen bei den Nachfragen der Besucher gut im Kurs. FOTO: Rico Meißner
Domsdorf. Ein großes Thema bei der neunten „Erneuerbare EnergieSpar Messe“ in Domsdorf ist die Elektromobilität. Von Rico Meißner

Zum neunten Mal hat es das am vergangenen Sonntag in Domsdorf gegeben: Wirtschaft, Verbände und Publikum vereint – alle gemeinsam rund um das Thema regenerative Energien bei der „Erneuerbare EnergieSpar Messe“. Gleichzeitig fand auch wieder der beim Publikum beliebte „Dampftag“ der Brikettfabrik Louise statt. Und ein Highlight war neben dem Auftreten der „Heartbreakers“ von der Kreismusikschule „Gebrüder Graun“ natürlich auch die diesjährige Prämierung der Gewinner des Malwettbewerbes der Kurstadtregion, 2018 unter dem Motto „Bienchen summ“.

Ein großes Thema des Tages war die Elektromobilität, angefangen vom E-Fahrrad bis zum Tesla S 90 D. Gerade der ist allerdings mit einem Einstiegspreis von über 70 000 Euro nicht unbedingt die billigste Variante. Neben der Mobilität bildete auch das Thema energieeffizientes Sanieren einen Schwerpunkt der Veranstaltung.

Für Uebigau-Wahrenbrücks Bürgermeister Andreas Claus ist die Verknüpfung von Tradition und Moderne an dem geschichtsträchtigen Standort wichtig. „Wer in die Zukunft geht, muss auch wissen, wo er herkommt.“ Zur Zukunft gehört nun unter anderem auch eine neue Ladesäule, direkt in Uebigau bei der uesa GmbH gefertigt, mit angeschlagenen Kabeln. Dass das Thema erneuerbare Energien nicht unumstritten ist, Stichwort etwa Windkraftanlagen, ist auch bei der Lokalpolitik angekommen. „Wir sollen und werden sorgsam mit den Fragen der Bürger umgehen“, so Landrat Christian Heinrich-Jaschinski. „Wir haben im Landkreis bereits einen Überschuss in der Produktion aus regenerativen Energien.“ Falkenbergs Bürgermeister Herold Quick hat dazu ebenfalls eine Meinung: „Die Wertschöpfung muss auch spürbar für die Bürger sein. Daran müssen wir arbeiten.“

Die neue Ladesäule mit angeschlagenen Kabeln wurde standesgemäß „eingeweiht“ durch Landrat Christian Heinrich-Jaschinski, Bürgermeister Andreas Claus, Torsten Eulitz, Frank Morawetz und Falkenbergs Bürgermeister Herold Quick (v.l.).
Die neue Ladesäule mit angeschlagenen Kabeln wurde standesgemäß „eingeweiht“ durch Landrat Christian Heinrich-Jaschinski, Bürgermeister Andreas Claus, Torsten Eulitz, Frank Morawetz und Falkenbergs Bürgermeister Herold Quick (v.l.). FOTO: Rico Meißner

Von den Besuchern wurde an fast allen Ständen, die Fahrzeuge betrafen, als erstes die Frage nach der Kilometerleistung der jeweiligen Batterie gestellt, dicht gefolgt von der Frage nach der Aufladungszeit. Die Reichweite liegt im Schnitt zwischen 200 und 400 Kilometern, je nach Art des Fahrzeuges und der jeweiligen Batterie. Für Annett Ströer von Fahrgehfühl 2.0 aus Lübbenau ist klar, dass sich das in Zukunft verbessern wird: „Die Batterieleistungen werden sicherlich weiter optimiert. Aber wir dürfen nicht vom Ist- Zustand ausgehen, sondern müssen nach vorn blicken, was die Zukunft bringen kann.“

Gutes Interesse bestand ebenso an modernen Heizungsanlagen, gleich ob Pellet- oder Hackschnitzelsysteme, oder an Photovoltaikprodukten. Auch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft „WirtschaftsRegion Lausitz“ informierte über sich. „Uns ist unter anderem wichtig, als Ansprechpartner für zu unterstützende Projekte in der Region wahrgenommen zu werden“, so Projektmanagerin Jeannine Schadel.

Rund um all dies war, wie eigentlich immer, Volksfestcharakter zu finden. Auch für die Brikettfabrik war es ein zufriedenstellender Tag. „Die Besucherzahlen sind konstant und das freut uns“, so Mechthild Passek. „Die Kombination beider Veranstaltungen ist eine gute Sache.“ Auch die Schülerakademie Elbe-Elster mischte mit verschiedenen Stationen für große und kleine Entdecker wieder mit.

Die Sieger des Malwettbewerbes sind übrigens auf dem jeweils ersten Platz: Kita „Waldhaus“ Bad Liebenwerda, die Grundschule Wahrenbrück und der Hort „Happy Kids“ Wahrenbrück.

Auch die Preisverleihung des diesjährigen Malwettbewerbes der Kurstadtregion stand auf dem Programm, hier für die Vertreter der DRK-Kita Eichhörnchen aus Uebigau.
Auch die Preisverleihung des diesjährigen Malwettbewerbes der Kurstadtregion stand auf dem Programm, hier für die Vertreter der DRK-Kita Eichhörnchen aus Uebigau. FOTO: Rico Meißner