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Investitionen
Spielplatzübergabe als i-Tüpfelchen

Wenn das kein tolles vorfristiges Weihnachtsgeschenk ist! Zur Eröffnung des Spielplatzes des Schliebener Horts wurden die neuen Geräte gleich auf Herz und Nieren geprüft. „Daumen hoch“ für Abgeordnete, Stadtbedienstete, Planer und Bauleute waren sich alle Mädchen und Jungen dabei einig.
Wenn das kein tolles vorfristiges Weihnachtsgeschenk ist! Zur Eröffnung des Spielplatzes des Schliebener Horts wurden die neuen Geräte gleich auf Herz und Nieren geprüft. „Daumen hoch“ für Abgeordnete, Stadtbedienstete, Planer und Bauleute waren sich alle Mädchen und Jungen dabei einig. FOTO: Sylvia Kunze / LR
Schlieben. In Schlieben ist in diesem Jahr mehr als eine halbe Million Euro verbaut worden. Von Sylvia Kunze

Der Wind pfeift kalt über die Wiese. Die letzte Restwärme ist längst aus der Hand von Harald Kutscher, Bauamtsleiter im Amt Schlieben, entschwunden. Aber er muss ausharren und das Absperrband, das rund um den neu entstandenen Spielplatz für den Schliebener Hort in unmittelbarer Nähe des Kleinfeldfußballs und der Aschenbahn gezogen ist, weiter fest zusammenhalten. Als Dank an die Abgeordneten, die dafür das Geld eingeräumt haben, an die Verwaltungsbediensteten und Planer, die das Bauvorhaben auf ihre Art begleitet haben, und an die fleißigen Bauleute werden von den Mädchen und Jungen erst einmal noch zwei Lieder geschmettert. Die Eröffnungsansprache fasst Amtsdirektor Andreas Polz dann bei immer eisiger werdenden Ohren und Füßen recht kurz. Und endlich kann Harald Kutscher das Absperrband flattern und umgehend seine Hand in der wärmenden Manteltasche verschwinden lassen.

Die Schliebener Hortkinder jedoch denken nicht daran, ihre Hände zu vergraben. Stattdessen bringen sie diese beim Erstürmen des Klettergeräts voll zum Einsatz. Vogelnestschaukel, Balancier- und Sitzbalken werden ebenso in Beschlag genommen. Nur das große Trampolin muss wetterbedingt gesperrt bleiben. Was der Freude der Schüler aber keinen Abbruch tut.

Knapp 33 000 Euro hat sich die Stadt diese Baumaßnahme kosten lassen. Weil sie wichtig war. „Wir hatten zuvor ja nur zwei alte Spielgeräte“, erinnert Hort-Leiterin  Carmen Bretschneider an die bisherige Situation und verspricht Geldgebern und 96 Kindern, die aktuell im Schliebener Hort betreut werden: „Bei schönem Wetter werden wir den Spielplatz nutzen. Auch jetzt im Winter.“ Sie ist froh, dass Erzieher und Schüler im Vorfeld ein Mitspracherecht hatten und nun genau die Geräte aufgestellt sind, „die wir uns selbst gewünscht haben“.

Parallel zum Hort-Spielplatz hat auch der Spielplatz im Drandorfhof eine Aufwertung erfahren. Dort wurde eine Spielkombination im Wert von knapp 14 000 Euro aufgestellt. 5000 Euro kamen als Förderung aus Mitteln der Glücksspielabgabe, der Rest wurde aus der Stadtkasse finanziert.

Insgesamt, so ist einer Auflistung des Bauamtsleiters der 2017er-Baumaßnahmen in der Stadt Schlieben und ihren Ortsteilen zu entnehmen, sind knapp 600 000 Euro verbaut worden.  Zu den größten Projekten gehörten dabei die Sanierung von Haus IV der Schule (199 000 Euro), die energetische Sanierung in der Schliebener Kita mit Erdwärme-Sondenbohrung und Heizungssanierung (81 000 Euro) und der Ausbau eines Waldweges im Rahmen des Waldbrandschutzwegeprogramms (69 000 Euro). Hinzu kommen noch einige kleinere Maßnahmen, deren Investvolumen deutlich kleiner war. Dazu zählen unter anderem Arbeiten an Feuerlöschteichen in Weißenburg und Jagsal, Sanierungsarbeiten in kommunal vermieteten Wohnungen oder an den Gebäuden, Erneuern von Straßenbeleuchtung in der Krassiger Straße und im Birkenweg, Oberflächensanierung der Straße durch Jagsal, weitere Projekte in der Schule wie Aufarbeiten von Parkett in Klassenräumen oder das Sanieren der Treppe zum Haus III.

In der letzten Stadtverordnetenversammlung in diesem Jahr, die mit einem gemütlichen Beisammensein in der Vorweihnachtszeit ausklang, durfte deshalb getrost das eine oder andere Mal auf eine gute Bilanz für 2017 angestoßen werden. Parallel dazu haben die Abgeordneten schon das kommende Jahr im Blick. Der „Wunschzettel“ ist bereits geschrieben, nur ist der viel länger, als Geld zur Verfügung stehen wird. Der Start ins neue Jahr verspricht deshalb noch einiges an Arbeit, um der finanziellen Realität in der Stadtkasse ausreichend gerecht werden zu können.