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| 18:28 Uhr

Spielen und entdecken bei "Komm mit ..."

Die Clajus-Schüler wissen jetzt ganz genau, welche Besonderheiten die Kirchen in und um Herzberg ausmachen. Die Informationen dienten für sie als Basis beim Erstellen eines Kartenspiels, das sie stolz präsentieren.
Die Clajus-Schüler wissen jetzt ganz genau, welche Besonderheiten die Kirchen in und um Herzberg ausmachen. Die Informationen dienten für sie als Basis beim Erstellen eines Kartenspiels, das sie stolz präsentieren. FOTO: sk
Herzberg. Schüler der 6. Klasse der Clajus-Schule haben für die Ferienzeit und darüber hinaus für einen unterhaltsamen und lehrreichen Freizeitspaß gesorgt. Sylvia Kunze

Nachdem Vorgänger von ihnen bereits 2014 ein Kirchen-Karten-Spiel Teil 1 (ein Quartett, das sich mit der Herzberger Marienkirche befasst) präsentiert haben, legen die Mädchen und Jungen nun das Kirchen-KartenSpiel Teil 2 vor. Grundlage für dieses bilden Kirchen, in der Hauptsache kleinere (Dorf)Kirchen, in und um Herzberg.

Unter dem Motto "Religion macht Geschichte" haben sich die Clajus-Schüler sehr intensiv mit den heimischen Gotteshäusern beschäftigt. Sie haben sich in zwei Gruppen aufgeteilt und haben nach und nach die Kirchen aufgesucht. Sie waren dabei nicht nur in Herzberg unterwegs, sondern sie haben sich auch in den umliegenden Orten der Kreisstadt umgesehen.

Ausgangs- und Startpunkt war für alle die kleine Kirche in Alt-Herzberg, wo es neben dem Taufbecken unter anderem auch die Kanzel, die Orgel, den Kirchturm und die Deckenmalerei zu entdecken gab. Schnell stellten die Kinder fest, dass jede Kirche ihre Eigenheiten aufweist. So staunten sie zum Beispiel in Arnsnesta über die vielen Bibelsprüche, die dort zu lesen sind, in Frauenhorst über die vielen vergoldeten Figuren, in Mahdel über die seltene Ausrichtung des Gebäudes nach Süden, in Buckau über den schlichten Altar und in Osteroda über das Fehlen einer Kirche. Viele Fakten sind zusammengekommen.

Aber wie diese bündeln? "Für ein weiteres Quartett hatten wir dennoch nicht zu allen Kirchen ausreichend Informationen. Also haben wir alle gemeinsam ein Spiel erarbeitet, das auf dem Prinzip Schwarzer Peter beruht", berichtet Lehrerin Ines Jacobi, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Kerstin Schuster die Schüler bei diesem umfangreichen Projekt begleitete.

Unterstützung in Sachen Fotos erhielten die Herzberger dabei von Sven Gückel, der auch beim ersten Spiel schon geholfen hatte. Finanziell und drucktechnisch kam weitere Hilfe von der VR Bank Lausitz eG, den Roga Unternehmungen und der Linus Wittich Medien KG. Mit viel Fachwissen griffen der Hobbyhistoriker Ulf Lehmann und Thorsten Jachalke, Gemeindepädagoge in der evangelischen Kirchengemeinde Herzberg, unter die Arme.

Die Beschäftigung mit Gott und der Welt reichte für die Schüler der 6. Klasse der Herzberger Clajus-Schule aber noch weiter. "Produkt" ihres schulischen Engagements ist ein Fensterbild für die Kirche in Alt-Herzberg, oder besser gesagt: ein aus 21 Einzelbildern bestehendes Bild, das bereits eines der Kirchenfenster schmückt. Die Bilder der Kinder dienten als Vorlage und wurden auf Folie übertragen, die dann wiederum in die kleinen Fenster eingeklebt wurde.

Darüber hinaus beschäftigte man sich beispielsweise auch mit den Weltreligionen, kam man mit einem Flüchtling ins Gespräch und befragte man einen Zeitzeugen der zurückliegenden 70 Jahre.

Das umfangreiche Engagement wird übrigens noch eine Würdigung erfahren. Im September ist eine Abordnung der Schüler eingeladen, sich einen Förderpreis beim Minister abzuholen, so Ines Jacobi.

Zum Thema:
Im Herzberger Tourismuspunkt (Seitenkapelle Stadtkirche) ist das neue Kartenspiel "Komm mit ..." für 5 Euro zu haben. Auch das vor drei Jahren entstandene Quartettspiel zur Herzberger Marien-Kirche ist dort noch (ebenfalls für 5 Euro) vorrätig. Geöffnet ist der Tourismuspunkt Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag 10.30 bis 18.30 Uhr, Mittwoch bis 12 Uhr.