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| 01:34 Uhr

Sparen bleibt oberste Maxime

Herzberg.. Die Haushaltsdebatte, so Herzbergs Bürgermeister Michael Oecknigk, sei immer eine Stunde der Wahrheit. Steht in diesem Papier doch geschrieben, was eine Stadt zu tun gedenkt und was sie sich überhaupt noch leisten kann. Sven Gückel

Genau über diesen Sachverhalt hatten die Stadtverordneten von Herzberg in der Vorwoche letztmalig in der laufenden Legislaturperiode zu befinden.
Entgegen mancher Befürchtung fiel diese Entscheidung deutlicher aus als gedacht. Bei nur einer Stimmenthaltung votierten die Abgeordneten mehrheitlich für das Zahlenwerk und sprachen den Machern ihr uneingeschränktes Lob aus. „Angesichts der aktuellen Finanzbedingungen ein überaus gelungenes Werk“ , applaudierte Ute Keidel von der Ländlichen Fraktion. Auch Dr. Ralf Tressel (Die Linke) zollte Stadt und Kämmerei „für diesen ausgeglichenen Haushalt“ seinen Respekt. Zugleich betonte er mit einem Hinweis auf den geplanten Straßenbau in Fermerswalde, dass es wichtig sei, die peripheren Gebiete der Stadt auch künftig nicht außer Acht zu lassen.
Oecknigk selbst verwies noch einmal darauf, wie schwerwiegend sich die Schließung des Grohe-Werkes bis heute auf den Herzberger Haushalt auswirkt. „Dieses Loch ist noch immer nicht gestopft“ , bemerkte er. Um so glücklicher könne man sich schätzen, als Mittelzentrum besondere Landeszuschüsse in Höhe von 800 000 Euro erhalten zu haben. Erst mit diesen sei es möglich, den Haushalt ausgeglichen zu erstellen.
Gleichwohl sich der Haushalt derart gut situiert darstellt, bleibt „das Sparen in Zukunft auch weiterhin oberste Maxime“ , so der Bürgermeister weiter. Demnach sei es der Stadt in den vergangenen Jahren gelungen, die Verwaltungshaushaltskosten unter anderem durch sozialverträglichen Personalabbau um etwa 200 000 Euro zu senken. Bereits länger gehegte Wünsche wie Straßenbaumaßnahmen oder die Sanierung des Schwimmbades müssten dennoch oft nach hinten verschoben werden.
Um aber trotzdem notwendige Investitionen, etwa im Bereich des Denkmalschutzes, vornehmen zu können, habe man in der Vergangenheit hin und wieder Umschichtungen von Geldern in den einzelnen Haushaltsposten vorgenommen. Die unlängst beschlossene Tariferhöhung im Öffentlichen Dienst kostet die Stadt Herzberg jährlich 200 000 Euro. Allerdings, fügte Michael Oecknigk an, haben die Mitarbeiter der Stadt Herzberg sich diesen Zuschuss redlich verdient.