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Sonne satt und ganz viel Meer

Die Elsterschloss-Gymnasiasten auf Segel-Studienfahrt.
Die Elsterschloss-Gymnasiasten auf Segel-Studienfahrt. FOTO: Schule
Leser schreiben. Vanessa Fräßdorf und Annabell Schultze, Jahrgang 12, schreiben über die Studienfahrt Segeln der Jahrgangsstufe 12 des Elsterschloss-Gymnasiums: Zu dem luxuriösen Zweimaster "Abel Tasman" wurden die 23 Schüler von Herrn und Frau Nicklisch, Frau Hartig und Herrn Hänßgen begleitet. Dort begrüßten uns der Kapitän Jeroen und sein Bootsmann Fabian.

Auf dem Segelschiff erlernten wir interessante neue Fähigkeiten, wie das Setzen und Einholen der Segel, die Navigation und Bestimmung unseres Standorts oder das Steuern des Schiffes. Weitere Aufgaben der Crew waren, die Einkäufe zu erledigen, das Deck zu schrubben und das Essen zuzubereiten. So wurden bei unserer hungrigen Mannschaft 20 Bleche mit Pizza alle. An den Abenden saßen wir gemütlich beieinander, es wurde viel geredet und gelacht.

Außerdem hatten wir sehr großes Glück mit dem Wetter, nur Sonnenschein und meist wolkenloser, blauer Himmel und trotzdem genügend Wind zum Segeln.

Insgesamt legten wir 132,6 Seemeilen auf der Ostsee zurück und besuchten verschiedene dänische Inseln mit kleinen romantischen "Seemanns"dörfern.

Wir ankerten aber auch auf der offenen See und durften vom Schiff aus ins Wasser springen. Danach wurden wir mit dem Motorboot zu der nahegelegenen Insel gefahren, um an dem schönen Sandstrand auch noch einmal baden zu gehen und die Sonne zu genießen. Sogar über Nacht lagen wir auf offener See vor Anker und ließen die tolle Woche ausgelassen, bei Musik und Tanz, ausklingen. Diesmal war es sogar möglich, bis spät in die Nacht laut zu sein, weil wir durch keine Nachtruhe, wie in Häfen üblich (ab 22 Uhr) begrenzt wurden und auch unser Kapitän mit der "Abschluss-Party" einverstanden war.

Am 16. September kehrten wir mit der "Abel Tasman" wieder im Kieler Hafen ein. Es war eine unvergessliche Woche.

Herzberger auf großer Fahrt in Sibirien

Wieder einmal war es so weit: Herzberger Oberschüler und Gymnasiasten packten ihre Koffer, um gemeinsam mit ihren erwachsenen Begleitern die Reise in das 8000 km entfernte Tschita in Sibirien anzutreten. Uwe Kucharz berichtet:

Aufgeregt und voller Anspannung bewältigten die insgesamt 26 Reisenden mit Bus, Flugzeug und Bahn die gewaltige Distanz. In der Nacht durchquerten sie per Flugzeug den größten Teilabschnitt von Moskau nach Irkutsk, um am darauf folgenden Tag mehr als fünf Stunden den tiefsten See der Erde, den Baikal, am Abteilfenster vorbeiziehen zu sehen. Aber es sollte noch eine Nacht vergehen, ehe sie ihr Ziel in der Morgendämmerung erreichten und von lieben Freunden in die Arme genommen wurden.

Gemeinsam mit den Mädchen und Jungen der Schule Nr. 38 Tschita wurde ein umfangreiches Programm absolviert. Da gehörten Erkundungen in den Straßen der Stadt, den Museen und markanten Bauwerken ebenso dazu wie Ausflüge und sportliche Aktivitäten in der nahen und weiteren Umgebung der Stadt. Immer wieder kam dabei das Thema des parallel verlaufenden Projektes zum Vorschein: Religionen in den Heimatgebieten der Schüler.

Der nahe der mongolischen Grenze gelegene Nationalpark Alchanai offenbarte nach anspruchsvoller Gebirgswanderung nicht nur die Schönheit sibirischer Wälder, sondern auch eine wichtige heilige Stätte des tibetischen Buddhismus, der Religion der in Transbaikalien lebenden Burjaten. Die Schüler übten sich in religiösen Zeremonien, wie dem Legen des ganzen Körpers auf den Fußboden - hier auf vorbereitete Bretter. Das orthodoxe Frauenkloster im Vorort Atamanowka führte die Einfachheit und die Leidenschaft im religiös geprägten Leben vor Augen. Eine Kirche in Tschita wird nicht nur von katholischen und evangelischen Gläubigen gemeinsam genutzt, sondern steht auch für geschichtliche Ereignisse, die die Ansiedlung von Deutschen und Polen in Sibirien zur Folge hatten.

Volle Konzentration erforderten die Bewältigung der Kletterwand und die in Kiefern in beachtlicher Höhe montierten Hindernisse des Hochseilgartens. Weitere Übungen am Boden verlangten die Verständigung aller Schüler über Sprachbarrieren hinweg, um als Mannschaft erfolgreich bestehen zu können. Das Zubereiten eines russischen Menüs in einem Restaurant der Stadt erforderte Aufmerksamkeit und Konzentration und führte zu einem echten kulinarischen Ergebnis.

Aber auch die Schule selbst spielte eine wichtige Rolle während des Treffens, konnten die deutschen Schüler doch hier in den Familien den Alltag ihrer Partner erleben. Im Kunstunterricht fertigten sie ein Mitbringsel für zu Hause an. Einige Zeit wurde genutzt, ein kleines Bühnenstück - bestehend aus Liedern, Tänzen und Szenen mit Bezug zur Reformation - einzustudieren, das am Abschlussabend zur Aufführung vor den russischen Schülern, ihren Eltern und Lehrern kam.

Der Abschied rückte unaufhaltsam näher. Am Bahnhof letzte Fotos, Tränen, Schluchzen und bald Stille in den Abteilen.

Der nächste Tag schaffte es, von den entstandenen Gefühlen abzulenken: Im Ort Listwjanka nahe Irkutsk wartete der legendenumwobene Baikalsee auf die Reisenden mit seiner ergreifenden Mächtigkeit und die mit dem Herbst einziehende Stille.

Ein letztes Erlebnis blieb den Herzbergern vorbehalten. Der Rote Platz in Moskau mit der beeindruckenden Kulisse von Kreml und Kaufhaus GUM erweckte am Ende der Russlandreise die Bilder aus Büchern, Zeitschriften und Fernsehberichten zum realen Leben.

Wir danken allen, die die Reise möglich gemacht haben.

Schule im Grünen mal ganz anders

An der Ganztagsschule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt Lernen "Christian Gotthilf Salzmann" Herzberg lief ein besonderes Projekt, finanziert von Inisek und durchgeführt von der Schülerakademie Domsdorf: Es ging um "Landwirtschaft und grüne Berufe" im Landkreis. Die Schule schreibt:

Nach einer theoretischen Einführung erfolgten praktische Maßnahmen, in denen die Schüler erkannten, dass sie eine Perspektive für ihre Berufstätigkeit und Ausbildungsmöglichkeit in unserer Region haben.

In Kooperationen mit Betrieben wie Galabau Elsterwerda, Bieligkhof Bad Liebenwerda,

Klostergärtnerei Mühlberg, Schweinemast Mühlberg, Pferdegestüt Neumühl und der Schafzucht Lauterbach Uebigau wurden Lernsituationen über Mitmachaktionen zu landwirtschaftlichen Themen organisiert.

Die Schüler bekamen Einblicke in praktische Arbeitssituationen und konnten so testen, ob und welche Rolle die Landwirtschaft für ihr späteres Leben spielen könnte. Betriebsbesichtigungen in Mineralquelle Bad Liebenwerda und Südzucker Brottewitz unterstützen diese pädagogischen Zielsetzungen.

Ganz nebenbei fertigten die Schüler Dokumentationen und Präsentationen als Grundlage für die Berufsvorbereitung der Klassen 5 bis 8 und das Praxislernen in Klassen 9 und 10 an!

Alle Ereignisse und Erlebnisse der Schüler wurden mit Unterstützung von Herrn G. Schulze per Video festgehalten!

Fazit dieser Projektwoche:

Die Schüler sagen: Das war klasse, so etwas wünschen wir uns wieder!Die Betreuer: Wir hatten selten solche disziplinierten und interessierten Schüler bei uns!Ein Dank geht an alle, die dieses Projekt begleitet und unterstützt haben.

Pfadfinder-Stunde mit Assistenhund Sid

Frank Donath, Gruppenleiter der Pfadfinder Plessa/Hohenleipisch, schreibt:

Gleich zu Beginn des neuen Schuljahres konnten die Schüler der Pfadfindergruppe aus Plessa und Hohenleipisch in der Grundschule Hohenleipisch Frau Bischoff mit ihrem sechsjährigen Assistenzhund Sid zur ersten Arbeitsgemeinschaftsstunde begrüßen. Sie erklärte den 45 Mädchen und Jungen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren geduldig, für welche Gebiete der Hund nach einer speziellen Prüfung eingesetzt werden kann. Ein Assistenzhund ist in der Lage, einem Menschen mit körperlichen und geistigen Einschränkungen ausgefallene und fehlende Sinnes- oder Körperfunktionen zu ersetzen. Er muss charakterliche Eigenschaften aufweisen, sodass eine Mitnahme des Hundes an jeden Ort möglich ist. Einsatzgebiete sind Seniorenheime, Schulen und Behindertenheime. Auch als Blinden- und Gehörlosenhund, aber auch als Signalhund bei Menschen mit Diabetes kann er seine Aufgaben hervorragend erfüllen. Nachdem alle Fragen der teilnehmenden Kinder von Frau Bischoff ausreichend beantwortet waren, führte Sid noch ein paar gelernte Tricks vor. Zum Abschluss durfte jedes Kind dem Assistenzhund ein kleines Leckerli geben, welches den jungen Pfadfindern besonders viel Freude bereitete. Eine interessante Ausbildungsstunde für die Schüler ging wieder einmal viel zu schnell vorbei, wird aber sicher im kommenden Jahr wiederholt.