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| 18:22 Uhr

Wetterrückblick
Sonne pur, doch auch sehr kalte Tage im Monat Februar

Beeindruckender Sonnenuntergang am Kiebitzer See: Die Wasservögel hocken auf der Eiskante vor der noch offenen Wasserfläche.
Beeindruckender Sonnenuntergang am Kiebitzer See: Die Wasservögel hocken auf der Eiskante vor der noch offenen Wasserfläche. FOTO: Dieter Lehmann
Elbe-Elster. Der Falkenberger Naturschützer Dieter Lehmann fasst seine Beobachtungen und Aufzeichnungen zusammen. Von Dieter Lehmann

Die monatlichen Wetterlagen im Januar und Februar hätten gegensätzlicher kaum sein können! Der Januar noch wolkenverhangen, regnerisch und sonnenscheinarm, aber trotzdem viel zu warm. Der Februar hingegen niederschlagsarm, tagsüber fast immer Sonnenschein, die Nächte jedoch frostkalt.

In den ersten Februartagen hatte sich die Wetterlage über Europa komplett umgestellt. Über Nordeuropa baute sich hoher Luftdruck auf, so dass die atlantischen Tiefdruckausläufer nicht mehr über Mitteleuropa hinwegziehen konnten. Am 4. und 5. Februar gab es die ersten Schneefälle in diesem Jahr. In unseren Regionen fiel allerdings nur relativ wenig der weißen Pracht; die Schneehöhen erreichten nur etwa zehn Zentimeter. Dafür fiel umso mehr in den Mittelgebirgen und in den Alpen.

Danach nahmen die  Niederschläge in Deutschland ab und immer öfter zeigte sich die Sonne. Sie sorgte tagsüber im Flachland für Plusgrade, während in den klaren Nächten von nun an leichter bis auch strenger Frost auftrat. So wurden am 14. Februar in Oberstdorf  -20,3 Grad Celsius gemessen. Abgesehen von der Zugspitze war das deutschlandweit der tiefste Wert des Monats. In den vier letzten Februartagen kam es durch einfließende Kaltluft aus Nordost auch in unseren Regionen in den Nächten vielfach zu zweistelligen Minusgraden. Am 27. zeigte mein Thermometer eine nächtliche Tiefsttemperatur von -13,6 Grad Celsius an. Auch tagsüber blieben Minusgrade, und es kam somit zu Dauerfrösten.

Deshalb erlebten wir einen ungewohnt kalten Februar 2018. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD), blieb er um -2,7 Grad unter dem Wert gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010. Im Land Brandenburg und in Berlin gab es ebenfalls einen extrem trockenen und außergewöhnlich sonnenscheinreichen Februar. Die In Brandenburg erreichte die Niederschlagsmenge mit knapp 5 Liter pro Quadratmeter nur 13 Prozent des Solls. Die Sonnenscheindauer mit insgesamt 135 Stunden erreichte sogar 190 Prozent des Solls von 70 Stunden.

Für mich persönlich brachte der Februar einige unvergessliche Erlebnisse. Erstaunlich für mich, dass der Kiebitzer See, trotz eisiger Nachttemperaturen,  teilweise eisfrei geblieben war. Im nordöstlichen Teil gab es eine relativ große offene Wasserfläche, in der sich verschiedene Wasservogelarten tummelten. Über 300 Stockenten zählte ich, etwa 30 Graugänse, ein Höckerschwan, sowie als absolute Rarität eine kleine Schar von acht Gänsesäger  – Wintergäste aus Nordeuropa.