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| 09:31 Uhr

Baugeschehen
Sommerlicher Bauboom - in diesem Jahr im Schliebener Land Fehlanzeige

Schlieben. Ein sommerlicher Bauboom, wie es ihn schon in Vorjahren gegeben hat, ist aktuell im Schliebener Land nicht auszumachen. Obwohl alle Kommunen ihre Haushaltspläne eigentlich rechtzeitig fertiggestellt haben, passiert momentan nicht so viel. Von Sylvia Kunze

„Großbaustelle“ werden lediglich die Waldwege, die in diesem Jahr in Sachen Waldbrandschutz eine Sanierung erfahren. „Da haben die Arbeiten begonnen“, informiert der Schliebener Bauamtsleiter Harald Kutscher. Im Schliebener Bereich wird nun schon zum wiederholten Mal das Landesförderprogramm, das solche Vorhaben zu 100 Prozent finanziert, in Anspruch genommen. Sowohl die Stadt Schlieben als auch die Gemeinden Lebusa, Hohenbucko, Kremitzaue und Fichtwald haben entsprechende Fördermittelanträge gestellt und bewilligt bekommen.

In Malitschkendorf ist mit dem Teilneubau der Feierhalle begonnen worden. Nach dem Entkernen soll es jetzt an den Rohbau gehen. 75 000 Euro Gesamtkosten sind dafür veranschlagt, 59 000 Euro Zuschuss fließen als Fördermittel.

In Vorbereitung, berichtet Harald Kutscher weiter, ist das Vorhaben Straßenbeleuchtung in Krassig. „Im August soll es eine Anliegerversammlung geben, in der wir die Pläne erläutern“, kündigt der Bauamtsleiter an. Der regionale Energieversorger wird in Krassig die Erdverkabelung vornehmen, die Stadt zieht mit und versorgt den betroffenen Abschnitt mit zeitgemäßer und energiesparender LED-Straßenbeleuchtung. Etwas mehr als 40 000 Euro Gesamtkosten sind für die Baumaßnahme kalkuliert. Die Anlieger müssen davon einen Anteil tragen.

Obwohl die Fördermittel für die energetische Sanierung der Schule und der Turnhalle in Hohenbucko zur Verfügung stehen, immerhin eine stattliche halbe Million Euro, die das Vorhaben zu 100 Prozent finanzieren, lässt das eigentliche Baugeschehen auf sich warten. Aktuell ist ein Ingenieurbüro damit beschäftigt, die nötigen Ausschreibungen vorzubereiten, damit gleich nach der parlamentarischen Sommerpause die Aufträge vergeben werden können.

Zur Tat schreiten kann man hingegen schon jetzt in Freileben. Dort ist das Dach der Karthalle marode und deshalb komplett zu erneuern. Laut Haushaltsplan will sich die Gemeinde das 30 000 Euro kosten lassen. In den nächsten Tagen wollen auch dort die Fachleute mit der Arbeit beginnen, ist aus dem Schliebener Bauamt zu erfahren.

Harald Kutscher kann sehr gut begründen, warum rein baulich im Schliebener Land aktuell eher auf Sparflamme agiert wird: „Die Eigenmittel in allen Kommunen sind knapp. Bauvorhaben kann man oftmals nur angehen, wenn man dazu Fördermittel auftun kann. Aber diese lassen oftmals auf sich warten.“ Oder wenn sie denn bewilligt seien, wie im Fall der Hohenbuckoer Schule, seien immer noch weitere Vorarbeiten nötig und könne eben auch nicht gleich gebaut werden, macht der Bauamtsleiter deutlich, wo es „klemmt“ bzw. warum oftmals erst einige Zeit vergeht, bis Investitionspläne der Stadt und der Gemeinden im Schliebener Land ihre Umsetzung finden können.