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Forstwirtschaft
Sollzahlen wurden erfüllt

Züllsdorf. Bundesforst ist mit dem Wirtschaftsjahr 2017 durchweg zufrieden. Von Sven Gückel

Nach dem Jahresabschluss liegen jetzt die Wirtschaftsergebnisse des Forstwirtschaftsjahres 2017 für den Bundesforstbetrieb Mittelelbe vor. Das Forstwirtschaftsjahr umfasst den Zeitraum zwischen vom 1.Oktober des Vorjahres bis zum 30. September des Folgejahres und berücksichtigt die Besonderheiten der forstbetrieblichen Abläufe im Winterhalbjahr.
Im Betriebsbereich Ost des Bundesforstbetriebes wurden im abgelaufenen Forstwirtschaftsjahr etwa 35 000 Festmeter Rundholz eingeschlagen und verwertet. Der überwiegende Teil davon, 23 000 Festmeter, wurde an gewerbliche Selbstwerber vermarktet, der Rest durch eigene Regiearbeitskräfte oder forstliche Dienstleistungsunternehmen bereitgestellt. Insgesamt wurden dabei Verkaufserlöse in Höhe von knapp 1,4 Millionen Euro erzielt. Zu den Einnahmen kamen noch weitere 120 000 Euro aus der jagdlichen Bewirtschaftung der Annaburger Heide sowie Erlöse aus Dienstleistungen.
Demgegenüber standen Ausgaben in Höhe von 800 000 Euro, die überwiegend für die nutzerorientierte Pflege und Unterhaltung der Waldbestände auf dem Übungsplatz, den Brandschutz, zur Verjüngung der Baumbestände und zur Verkehrssicherung der Liegenschaften aufgewendet wurden. Darüber hinaus wurden die im Betriebsbereich tätigen drei Auszubildenden auf ihre Abschlussprüfung im Jahre 2018 vorbereitet und mehrere Sicherheitstrainings für die Waldarbeiter durchgeführt.

Trotz einer stark angespannten Personalsituation (durch verzögerte Nachbesetzungen von Dienstposten sowie zahlreiche Krankheitsfälle wurden die verbliebenen Mitarbeiter und Bedienstete überdurchschnittlich gefordert) wurden auch im Forstwirtschaftsjahr 2017 die avisierten Wirtschaftsergebnisse erfüllt, teils sogar übererfüllt. Der forstliche Dienstleistungsauftrag für den Hauptnutzer Bundeswehr konnte nachhaltig gewährleistet werden.
„Anfängliche Befürchtungen zur weiteren Massenvermehrung der Buschhornblattwespe traten glücklicherweise nicht ein“, sagt René Bruschke, Leiter des Betriebsbereiches Ost Annaburger Heide. Trotzdem bleibt die Waldschutzsituation aufgrund der Vorschädigung der Bestände nach wie vor angespannt.
Im neuen Forstwirtschaftsjahr erfolgen schwerpunktmäßig Pflegemaßnahmen auf dem Fliegerhorst Holzdorf sowie die weitere Aufarbeitung der Schadholzmengen aus dem abgelaufenen Jahr 2017. Intensiviert werden sollen im gleichen Zeitraum die Verjüngungsaktivitäten auf den Flächen sowie Investitionen in die forstliche Infrastruktur. Darüber hinaus wird sich der Bundesforstbetrieb beim Tag der Bundeswehr am 9. Juni dieses Jahres umfassend präsentieren.