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Sofortigen Baustopp von Windenergieanlagen fordern

Kürzlich fand in Herzberg ein Informationsabend der Bürgerinitiative "Gräfendorfer Gegenwind — Lebensqualität erhalten" in Zusammenarbeit mit dem Ortsbeirat Gräfendorf statt. Dazu schreibt Wilfried Haase im Auftrag der Gräfendorfer Initiative:

Die Veranstaltung hatte das Ziel, Bürger und Politiker zu informieren und aufzurütteln. Neben dem Hauptreferenten Prof. Dr. Fritz Vahrenholt sprachen Waltraud Plarre von der Volksinitiative "Rettet Brandenburg" sowie Iris Schülzke, MdL BVB/Freie Wähler. Der Hauptreferent, einst Hamburger Umweltsenator, zeigte klar und deutlich auf, dass das Festhalten an der Subventionspolitik für alternative Energien, wie Windkraft, Photovoltaik und Biogas scheitern muss, schreibt Wilfried Haase. Viele Bürger meinen, dass sie diese Anlagen nicht betreffen ... Die Kosten belasten aber heute schon jeden Bürger mit mehr als 300 Euro pro Jahr, Tendenz steigend.

Eine Frage sei auch gewesen, warum die Kohleindustrie einen Versorgungsauftrag der Bundesregierung hat, die Windindustrie aber nicht? Der Windindustrie gehe es nicht mehr um Energieerzeugung, es gehe um Geld! .... Wirtschafts ins titute sprechen von "Deutschlands teurem Energie-Irrweg". ... Im Januar dieses Jahres, in einem Zeitraum von etwa zwei Wochen mit fast völligem Ausfall von Sonne und Wind, war die Stromversorgung in Westeuropa am Limit.... Weil praktisch jedes verfügbare Kohle-, Öl- und Gaskraftwerk ans Netz ging, war eine Katastrophe abzuwenden, so Wilfried Haase. Dunkelflauten und nicht vorhandene Speichermöglichkeiten, die auch in den nächsten Jahren nicht zu sehen sind, stellten die derzeitige Energiepolitik in Frage. Der Bestand von über 27 000 Windkraftanlagen und 1,6 Millionen Solaranlagen habe keine Senkung der CO2-Emission gebracht. Mit dem zunehmenden Bau von Windkraftanlagen in Wäldern werde das Bestreben, die CO2-Bilanz zu verbessern, konterkariert.

Von Waltraud Plarre wurde neben der nachhaltigen Zerstörung der Lebensqualität durch den massiven Bau von Windenergieanlagen auch auf die Risiken des Rückbaus der Anlagen verwiesen, so Haase. Die Naturzerstörung durch die Windindustrie sei genau das Gegenteil von dem, was die Umweltbewegung einst forderte ... Besonders tragisch sei die Gefährdung der Gesundheit der Menschen im Einzugsbereich von Windkraftanlagen durch Schattenwurf, Lärmemission, insbesondere durch In-fraschall. Iris Schülzke, so Wilfried Haase, habe dazu betont, dass man sich im nicht genehmigten Großversuch am Menschen befinde. Die derzeitige Planungspraxis stelle aus medizinischer Sicht ein unkalkulierbares Gesundheitsrisiko für die von Planungsflächen betroffenen Bürger dar.

Haase resümiert zur Veranstaltung: Die Politik müsse erkennen, dass der Subventionsirrsinn gestoppt werden muss. Nur ein ausgewogener Mix von konventioneller Energieerzeugung und alternativen Energien werde die Stromversorgung sichern. Der Ausbau von Windkraftanlagen in Brandenburg habe den Anteil für einen ausgewogenen Mix längst erreicht. Hier sei ein sofortiger Baustopp von Windenergieanlagen zu fordern.