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So bleiben Milchzähne gesund

In diesem Jahr sind starke und gesunde Milchzähne unserer Jüngsten das Thema des Tages der Zahngesundheit.
In diesem Jahr sind starke und gesunde Milchzähne unserer Jüngsten das Thema des Tages der Zahngesundheit. FOTO: Africa Studio - Fotolia
Wie wichtig Milchza¨hne fu¨r die gesunde Entwicklung eines Kindes sind, wird nach wie vor unterscha¨tzt. Dabei entscheiden gesunde Milchza¨hne unter anderem daru¨ber, ob ein Kind altersgerecht an Gewicht zunimmt, ob es richtig sprechen lernt und ob es aufgrund seines Aussehens Ausgrenzung erfa¨hrt. pm

Aus Anlass des Tages der Zahngesundheit informiert der Aktionskreis zum Tag der Zahngesundheit daru¨ber, wie Milchza¨hne gesund bleiben - und weist auf die Notwendigkeit hin, sich noch sta¨rker fu¨r die Mundgesundheit der Ju¨ngsten zu engagieren.

"Es ist eine traurige Tatsache, dass deutschlandweit bei den unter dreija¨hrigen Kindern schon 15 Prozent von Karies betroffen sind", sagt Prof. Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepra¨sident der Bundeszahna¨rztekammer, und fu¨gt hinzu: "Fru¨hkindliche Karies tangiert alle Bevo¨lkerungsgruppen, aber besonders Familien in sozial schwierigen Lebenslagen.

Ursachen fu¨r die fru¨hkindliche Karies sind u¨berma¨ßiges Trinken von zucker- und sa¨urehaltigen Getra¨nken, z.B. aus Saugerflaschen in Kombination mit zu wenig Mundhygiene im fru¨hen Kindesalter. Um das vera¨ndern zu ko¨nnen, brauchen wir fachu¨bergreifende Konzepte."

Dem stimmt Dr. Michael Kleinebrinker, Referatsleiter beim GKV-Spitzenverband, zu: "Leider ist fru¨hkindliche Karies bei Klein- und Vorschulkindern nach wie vor ein Thema.

Damit aus den erkrankten Milchza¨hnen kein dauerhaftes Problem wird, macht sich die Gesetzliche Krankenversicherung fu¨r eine fru¨hzeitige und systematische zahna¨rztliche Betreuung ab Durchbruch des ersten Milchzahns stark.

Die gesetzliche Vorgabe, mit den zahna¨rztlichen Fru¨herkennungsuntersuchungen in der GKV zuku¨nftig deutlich fru¨her zu beginnen als dies heute der Fall ist, wird daher begru¨ßt". Was Milchza¨hne stark machen kann, fu¨hrt Prof. Dr. Christian H. Splieth, Leiter der Abteilung Pra¨ventive Zahnmedizin & Kinderzahnheilkunde der Universita¨t Greifswald, aus.

Vom ersten Zahn an

"Der Fluoridgehalt der Kinderzahnpasta ist in Deutschland im Vergleich zu vielen anderen La¨ndern niedrig. Das sollte sich a¨ndern. Außerdem brauchen wir eine Gruppenprophylaxe, die auch die Kleinsten mit ta¨glichem Za¨hneputzen erreicht - und endlich Prophylaxeleistungen vom ersten Zahn an, die in der zahna¨rztlichen Regelversorgung erstattet werden.

Nur wenn wir uns bei den Milchza¨hnen die gleiche Mu¨he geben wie bei den bleibenden Za¨hnen, ko¨nnen viele Extraktionen bei kleinen Kindern vermieden werden", lautete Splieths Appell.